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14. August 2020 | Kurt Rosivatz

Studierende sollen in ihrem gesamten Student Life Cycle individualisiert und bestmöglich von ihrer Universität unterstützt werden. Derzeit werden Planungs- und Prognosewerkzeuge zur Verbesserung von Lehr- und Studienprozessen erarbeitet.

PASSt - das steht für "Predictive Analytics Services für Studienerfolgsmanagement" und ist eines der Projekte, das im Rahmen der Ausschreibung "Digitale und soziale Transformation in der Hochschulbildung" vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung gefördert wird. Unter dem Lead der TU Wien gemeinsam mit den Partnern JKU Linz, Uni Graz und WU Wien erarbeitet das Projektteam digitale Planungs- und Prognosewerkzeuge zur Verbesserung von Lehr- und Studienprozessen.

Navigationssystem zum Studienerfolg

Mit Hilfe aktueller Analytics Methoden und Techniken sollen die Datenschätze der Universitäten gehoben werden um nutzbringende Erkenntnisse über das Studierverhalten und den Studienerfolg zu gewinnen. Im Projekt entstehen digitale Werkzeuge für unterschiedliche Zielgruppen. Im Mittelpunkt stehen natürlich die Studierenden. Deren Studienfortschritt und Erfolg soll transparenter werden. So können gezielte Maßnahmen angeboten werden um erfolgreicher durchs Studium zu kommen - ein Navigationssystem zum Studienerfolg ist die Vision. 

Natürlich ist das Verarbeiten von personenbezogenen Daten zum Studienerfolg ein Thema bei dem von Anfang an Datenschutz und ethische Überlegungen zentral berücksichtigt werden. Das Thema ist daher schon eines der ersten Arbeitspakete des Projektes mit dem Ziel nicht nur gesetzliche Standards einzuhalten sondern auch einen generell anwendbaren "Code of Practice" zu entwickeln, der den Studierenden bestmögliche Transparenz zur Verarbeitung ihrer Daten ermöglicht.

Visualisierte Informationen für die Universitätsleitungen

Nicht nur die einzelnen Studierenden sollen profitieren. Prüfungsaktivität, d.h. die Anzahl der Studierenden, die mindestens 16 ECTS pro Studienjahr positiv absolvieren, ist auch ein großer Einflussfaktor in der Universitätsfinanzierung. PASSt soll neben anderen Kennzahlen für die Universitätsleitungen Prognosemodelle entwickeln, mit denen diese Zahl der Prüfungsaktiven - und damit indirekt künftige Budgets - besser abgeschätzt werden können. Die Informationen über den Studienerfolg sollen übersichtlich aufbereitet und visualisiert werden (Stichwort "Dashboards"). Maßnahmen zu Verbesserung des Studienbetriebes sollen einfach abgeleitet werden können. Solche Dashboards sollen auch Studienverantwortliche wie Studiendekaninnen und -dekane und Studienkommissionen künftig mit gut aufbereitetem Datenmaterial unterstützen.

Projekt ist bereits im Sommer gestartet

Das Projekt ist im Juni 2020 gestartet und läuft bis Mitte 2023. Das interuniversitäre Projektteam arbeitet  bereits intensiv am ersten Arbeitspaket, wo es um die Sichtung der Datenmodelle der Universitäten und die Festlegung von Modellvariablen für die Prognosemodelle geht.