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28. September 2020 | Christine Cimzar-Egger

Das TU coLAB wächst mit jedem neuem Space ein Stück weiter. Das Team des .digital office unterstützt durch ein zielgerichtetes Schulungs- und Supportangebot die gemeinsame Weiterentwicklung der Plattform. Der nächste Schritt ist der Aufbau einer aktiven TU coLAB-Community.

Das TU coLAB ist die Collaboration-Plattform der TU Wien, mit Hilfe derer digitale Zusammenarbeit über Organisationseinheiten hinweg leicht möglich ist. Seit Einrichtung der Plattform Mitte Jänner ist diese auf inzwischen über 4.600 Seiten angewachsen, auf denen sich fast 3.000 Nutzer_innen bewegen. Inzwischen werden verschiedene Projekte - auch interuniversitäre - darüber abgewickelt und es entstehen Wissenssammlungen zu unterschiedlichen Themenbereichen, wie z.B. Distance Learning. Durch die rasant steigenden Nutzer_innenzahlen hat sich auch gezeigt, wie wichtig eine konsequente Weiterentwicklung des TU coLAB und des damit verbundenen Schulungs- und Supportkonzepts ist.

Schulung und Support als Herzstück

Die Nutzer_innen abholen, wo sie gerade stehen - so könnte man das Schulungs- und Supportkonzept des .digital office zusammenfassen. Nachdem jede und jeder verschiedene Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag mitbringt, sind die Zugänge zu einem neuen System wie dem TU coLAB entsprechend unterschiedlich.

Ab dem Wintersemester neu im PE-Programm ist die Basic-Schulung fürs TU coLAB. In der 2-stündigen Schulung, die dieses Mal online stattfinden wird, bieten Michaela Dereani und ich einen Einstieg ins Arbeiten im und mit dem TU coLAB. Erste Schritte führen zu wichtigen Funktionen im TU coLAB, wo auch die hilfreichsten Makros für das tägliche Arbeiten erklärt werden. Der Fokus in der Schulung liegt auf dem selber Ausprobieren und dem gemeinsamen Erforschen der Möglichkeiten. Die Anmeldung ist noch bis 30. September möglich!

Derzeit arbeiten wir auch an der Konzeption von weiteren Schulungsangeboten, die sich an die schon erfahreneren Nutzer_innen in der TU coLAB-Community richtet. Wir planen hier Workshops mit spezifischen Themenschwerpunkten, z.B im TU coLAB organisationseinheitsübergreifend gemeinsam an Projekten arbeiten oder auch veränderte Sitzungsführung durch den Einsatz bestimmter Makros. Sollten andere Themen unter den Fingernägeln brennen - wir sind immer für Vorschläge offen!

Das Team des .digital office steht aber natürlich auch unabhängig vom Schulungsangebot für Fragen, Tipps und Tricks zur Verfügung. Dazu gibt es beispielsweise die wöchentliche Online-Sprechstunde, wo man sich mit anderen Nutzer_innen austauschen kann und auch Themen, Fragen und neue Plug-ins besprochen werden. Und wenn zwischendurch dringende Fragen auftauchen, ist der TUchat-Kanal #tucolab_community ein heißer Tipp. Hier gibt nicht nur das .digital office Rückmeldung, oft sind andere, erfahrene User sogar noch schneller als wir.

Apropos Community: Wir möchten unseren sehr aktiven Nutzerinnen und Nutzer eine Möglichkeit zum gemeinsamen Erfahrungsaustausch bieten. Viele machen das bereits mit Personen, die sie persönlich kennen. Wir möchten diesen Austausch weiter unterstützen und den Aufbau eines TU coLAB-Netzwerks anregen. Dazu planen wir voraussichtlich im späteren Herbst eine User-Konferenz aller Space-Owner, wo erfahrene Nutzer_innen anderen zeigen können, wie sie arbeiten, wofür sie das TU coLAB nützen, welche Makros sie besonders nützlich finden und vieles mehr. An den Details arbeiten wir noch, aber wir können zumindest schon mal verraten, dass die Veranstaltung online stattfinden wird. Alle weiteren Details folgen rechtzeitig.

Gemeinsam das TU coLAB weiterentwickeln

Die Community ist auch in der laufenden Weiterentwicklung des TU coLAB eine wichtige Quelle. Wenn wir Plug-ins fürs TU coLAB interessant finden, geben wir diese Info an die Community weiter und bitten, dass diese die Plug-ins testen. Nur weil wir ein Plug-in gut finden, heißt das noch lange nicht, dass das andere auch so sehen. Die Vielfalt der Meinungen und die Rückmeldung helfen, das Budget für sinnvolle Plug-ins zu auszugeben, die dann tatsächlich breit genutzt werden. Und dadurch können die Nutzungsmöglichkeiten im TU coLAB weiter ausgebaut werden.

Wir wollen das TU coLAB gemeinsam weiterentwickeln, neue Anwendungen erproben und bestehendes überprüfen. Darum fragen wir unsere Community auch immer wieder mal um ihre Meinung. Dazu gibt beispielsweise derzeit eine Umfrage unter TU coLAB-Nutzer_innen. Diese wird zusätzlich auf der Startseite angekündigt und steht allen Nutzer_innen offen.

16. September 2020 | Kurt Rosivatz

In einem technischen Studium ist man als Lehrender und Studierender oft mit der Arbeit mit großen Datenmengen konfrontiert. Diese Daten müssen bearbeitbar und visualisierbar sein. JaaS geht hier in der Lehre neue Wege, die für alle Fakuläten an der TU Wien interessant sein könnten.

Jupyter Notebooks sind digitale Dokumente, die im Webbrowser ohne Installation aufgerufen werden können und aus einem Mix aus ausführbarem Programmcode, interaktiven Gleichungen, Datenvisualisierungen und erläuternden Texten bestehen. Zu den Anwendungen gehören: Datenbereinigung und -transformation, numerische Simulation, statistische Modellierung, Datenvisualisierung, maschinelles Lernen und vieles mehr. Anfänger wie Profis bekommen für diese Anwendungen eine leicht bedienbare digitale Arbeitsumgebung, die ideal zum Analysieren, Experimentieren und insbesondere zum Lernen geeignet ist. Kein Wunder also, dass Jupyter Notebooks ein beliebtes Werkzeug in der Lehre sind.

Einfacher Zugang, zuverlässige Infrastruktur

Lehrenden und Studierenden soll daher die Nutzung von Jupyter Notebooks so einfach wie möglich gemacht werden, damit nicht die Installation und Beherrschung vom Jupyter, sondern das interaktive Lehren und Lernen im Vordergrund stehen. Die Infrastruktur für einen möglichst niederschwelligen Zugang und einen sicheren und zuverlässigen Betrieb von Jupyter, sind zentrale Themen des .dcall-Projekts „Jupyter as a Service“. Die TU.it baut dabei in enger Zusammenarbeit mit mehreren Instituten der TU eine entsprechend leistungsfähige Infrastruktur auf. Lehrende können dann in Selbstbedienung über TUWEL ihre Umgebung für die Studierenden aufbauen und unterschiedliche Szenarien abdecken.

Pilotphase startet in Kürze

Gestartet wird sind schon im Wintersemester 2020 mit einem ersten großen Pilotprojekt am Department für Geodäsie. Dort wird die LVA „Einführung in das Programmieren I für Geodäsie, Geoinformation und Umweltingenieurwesen“ erstmals mit einer großen Studierendenzahl von über 200 Studierenden von LVA-Leiter Gottfried Mandlburger abgehalten. Dem neuen Jupyter Service wird im innovativen Lehrveranstaltungskonzept eine zentrale Rolle zukommen. Die im Rahmen dieses Projekts gemachten Erfahrungen und Entwicklungen sollen dann auch anderen Fakultäten der TU Wien für ähnlich gelagerte LVAs zu Gute kommen.

14. August 2020 | Kurt Rosivatz

Studierende sollen in ihrem gesamten Student Life Cycle individualisiert und bestmöglich von ihrer Universität unterstützt werden. Derzeit werden Planungs- und Prognosewerkzeuge zur Verbesserung von Lehr- und Studienprozessen erarbeitet.

PASSt - das steht für "Predictive Analytics Services für Studienerfolgsmanagement" und ist eines der Projekte, das im Rahmen der Ausschreibung "Digitale und soziale Transformation in der Hochschulbildung" vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung gefördert wird. Unter dem Lead der TU Wien gemeinsam mit den Partnern JKU Linz, Uni Graz und WU Wien erarbeitet das Projektteam digitale Planungs- und Prognosewerkzeuge zur Verbesserung von Lehr- und Studienprozessen.

Navigationssystem zum Studienerfolg

Mit Hilfe aktueller Analytics Methoden und Techniken sollen die Datenschätze der Universitäten gehoben werden um nutzbringende Erkenntnisse über das Studierverhalten und den Studienerfolg zu gewinnen. Im Projekt entstehen digitale Werkzeuge für unterschiedliche Zielgruppen. Im Mittelpunkt stehen natürlich die Studierenden. Deren Studienfortschritt und Erfolg soll transparenter werden. So können gezielte Maßnahmen angeboten werden um erfolgreicher durchs Studium zu kommen - ein Navigationssystem zum Studienerfolg ist die Vision. 

Natürlich ist das Verarbeiten von personenbezogenen Daten zum Studienerfolg ein Thema bei dem von Anfang an Datenschutz und ethische Überlegungen zentral berücksichtigt werden. Das Thema ist daher schon eines der ersten Arbeitspakete des Projektes mit dem Ziel nicht nur gesetzliche Standards einzuhalten sondern auch einen generell anwendbaren "Code of Practice" zu entwickeln, der den Studierenden bestmögliche Transparenz zur Verarbeitung ihrer Daten ermöglicht.

Visualisierte Informationen für die Universitätsleitungen

Nicht nur die einzelnen Studierenden sollen profitieren. Prüfungsaktivität, d.h. die Anzahl der Studierenden, die mindestens 16 ECTS pro Studienjahr positiv absolvieren, ist auch ein großer Einflussfaktor in der Universitätsfinanzierung. PASSt soll neben anderen Kennzahlen für die Universitätsleitungen Prognosemodelle entwickeln, mit denen diese Zahl der Prüfungsaktiven - und damit indirekt künftige Budgets - besser abgeschätzt werden können. Die Informationen über den Studienerfolg sollen übersichtlich aufbereitet und visualisiert werden (Stichwort "Dashboards"). Maßnahmen zu Verbesserung des Studienbetriebes sollen einfach abgeleitet werden können. Solche Dashboards sollen auch Studienverantwortliche wie Studiendekaninnen und -dekane und Studienkommissionen künftig mit gut aufbereitetem Datenmaterial unterstützen.

Projekt ist bereits im Sommer gestartet

Das Projekt ist im Juni 2020 gestartet und läuft bis Mitte 2023. Das interuniversitäre Projektteam arbeitet  bereits intensiv am ersten Arbeitspaket, wo es um die Sichtung der Datenmodelle der Universitäten und die Festlegung von Modellvariablen für die Prognosemodelle geht.


25. Juni 2020 | Christine Cimzar-Egger

Die digitale Transformation lebt von der Mitgestaltung vieler. Die Förderung von Projekten im Rahmen von Calls mit unterschiedlichen Schwerpunkten ist der nächste Umsetzungsschritt der Digitalisierungsstrategie.

Die Digitalisierungsstrategie, und mit ihr die digitale Transformation, haben zum Ziel, möglichst viele Angehörige der TU Wien in die Mitgestaltung des Transformationsprozesses miteinzubinden, nur so können Vorhaben gemeinsam gestaltet und umgesetzt werden. Die Fokusgruppen (FKG) waren ein erstes Angebot zur Beteiligung, die Digitalisierungscalls .dcall FKG 2020 und .dcall Lehre 2020 der nächste Schritt.

Drei Calls, drei Schwerpunkte, ein Ziel

Ziel der Digitalisierungscalls, die das Rektorat gemeinsam mit dem .digital office entwickelt hatte, war umsetzbare Projektideen zu schaffen, um damit weitere Themen im digitalen Transformationsprozess zu setzen. Der .dcall FKG 2020 bot allen Teilnehmer_innen in einer Fokusgruppe die Möglichkeit, Projektanträge zu entwickeln, die dann mit Teilnehmer_innen der jeweiligen Fokusgruppe, anderen Fokusgruppen und Expert_innen der TU Wien umgesetzt werden können. Die Resonanz war erfreulich: 20 Projektanträge wurden bis zur Deadline eingereicht. Elf Projekte sind nun eingeladen, in die konkrete Umsetzungsplanung mit dem .digital office zu gehen. Der gemeinsame Kick-off für diese Projekte wird noch vor dem Sommer stattfinden.

Die inhaltliche Anforderung an den .dcall Lehre 2020 war etwas fokussierter. Dieser Call bezog sich speziell auf die Ziele aus dem Kapitel Lehre der Digitalisierungsstrategie. Dabei stehen der Lehr- und Lernbetrieb an der Universität im Zentrum, der im Zusammenspiel zwischen Lehrenden, Studierenden und beteiligten Serviceeinrichtungen vorangetrieben werden soll. Es sollen bestehende Lehr- und Lernkonzepte weiterentwickelt sowie Ideen für innovative Lehr- und Lernkonzepte angeregt werden. Eine Besonderheit wies der .dcall Lehre zusätzlich auf: Erste Erfahrungen mit der Umstellung auf Distance Learning wegen der CoViD-19-Pandemie konnten hier bereits einfließen. Mit 37 Projektanträge weist auch dieser Call einen positiven Rücklauf auf. Das Rektorat hat nun neun Projekte zur weiteren Umsetzung genehmigt, die im Herbst in die Umsetzung gehen werden.

Der Ideenwettbewerb „Wanted: Student Life Hacks“ war der Digitalisierungscall für die Studierenden der TU Wien. Auch hier waren Weiterentwicklungen und Verbesserungen des Studierendenalltags durch Digitalisierungsmaßnahmen gefragt. Mit 59 Einreichungen wurde auch dieser Call gut angenommen. Die Gewinnerprojekte werden über den Sommer auf Machbarkeit geprüft und – analog zu den anderen Digitalisierungsprojekten – in eine umsetzbare Projektplanung gebracht.

Aufgabe und Ziel des .digital office für die Sommermonate ist, die geförderten Projekte an den Start zu bekommen und zusätzlich die Abstimmungen und Querverbindungen zwischen den Themen und Projektteams zu unterstützen. Die Ergebnisse der Projekte stellen einen wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie dar, die im zweiten Halbjahr wieder in den Fokus rücken wird. 

Aktuelle Informationen zu den laufende Themen und Projekten können jederzeit im TU coLAB, im .digital blog oder auf der Website des .digital office nachgelesen werden.

10. Juni 2020 | Christine Cimzar-Egger

Das .digital update feiert eine Premiere: Dieses Mal verlagern wir unsere Informationsveranstaltung ganz in die digitale Welt. Und so ist der Name für unsere Veranstaltungsreihe noch treffender.

Egal wohin man derzeit geht, man hört laufend von "ad-hoc-Digitalisierung", "Digitalisierung auf Speed" oder "erzwungene Digitalisierung". Einig sind sich alle, dass sich das keiner vor Kurzem auch nur ansatzweise hätte vorstellen können, was und in welcher Form da in den letzten Monaten umgesetzt wurde. Und dennoch sind bereits lang geplante Themen und Projekte weitergegangen und dadurch ein großes Stück Alltag weitergelaufen. Was beim .digital update also wie gewohnt bleibt: Wir informieren Sie über aktuelle Digitalisierungsthemen und nehmen Sie gedanklich schon in den Sommer und Herbst mit, wo wir die nächsten Schritte setzen werden. Zusätzlich bekommen auch die Erfahrungen der letzten Wochen und Monate Zeit und Raum.

Diese Themenfelder erwarten Sie:

  • Update zur digitalen Transformation an der TU Wien - Collaboration als Schwerpunkt
  • Digitalisierung und Homeoffice
  • Ergebnisse der Digitalisierungscalls .dcall FKG, .dcall Lehre und Student Life Hacks
  • Erfahrungen mit Distance Learning als adhoc-Umstellung
  • Ausblick auf Themen und Projekte

Wir laden Sie herzlich ein, bei unserer Premiere dabei zu sein und sie gemeinsam mit uns zu gestalten, es wird auch bei dieser virtuellen Veranstaltung ausreichend Zeit und Möglichkeit geben, Fragen zu stellen.

Termin: Montag, 15. Juni 2020, 15:00-17:00h
Ort: Zoom https://tuwien.zoom.us/j/97445609152

Wie kann ich teilnehmen?

Wenn Sie teilnehmen möchten, klicken Sie zu Beginn der Informationsveranstaltung auf den link https://tuwien.zoom.us/j/97445609152.  Falls Sie Zoom zum erstem Mal nutzen, werden Sie aufgefordert, die App einmalig herunterzuladen und zu installieren. Diese ist kostenlos und als Teilnehmer_in müssen Sie nicht über eine registrierte Version verfügen.

Es öffnet sich ein Fenster, klicken Sie auf "Am Meeting teilnehmen". Wenn Sie mit Audio/Video an der Veranstaltung teilnehmen wollen, geben Sie nun Ihren Namen an. Klicken Sie auf "Beitreten" und schon können Sie an der Informationsveranstaltung teilnehmen. Seien Sie dabei, reden Sie mit und gestalten Sie so die digitale Transformation an der TU Wien mit!

Sie können auch per Telefon teilnehmen - Meeting-ID: 974 4560 9152
Schnelleinwahl mobil
+4312535501,,97445609152# Österreich+4312535502,,97445609152# Österreich

                     

Wir werden die Informationsveranstaltung im TU coLAB begleiten und dokumentieren. Falls Sie schon vorab Fragen oder Kommentare haben, können Sie diese jederzeit unter https://colab.tuwien.ac.at/x/px-o hinterlassen. Wir freuen uns auf Ihre zahlreiche Teilnahme!


13. Mai 2020 | Christine Cimzar-Egger, Michaela Dereani

Zusätzliche Schulungsangebote und Ausbau der Hilfe-Seiten sollen weiter eine hohe Supportqualität gewährleisten. Unverändert bleibt: Ihre Fragen liefern weiterhin wertvolles Feedback für die Weiterentwicklung des TU coLAB.

Das TU coLAB hat in den letzten Wochen eine bemerkenswerte Entwicklung hingelegt. Der Name, der eine verkürze Form von "collaboration laboratory" enthält, deutet die eigentlich geplante Entwicklung an: die Plattform zu nützen, um gemeinsames Arbeiten auf einer digitalen Plattform auszu probieren und diese Zusammenarbeit in Projekten gleich über organisatorische Grenzen - auch zwischen Universitäten - zu tragen. Eigentlich war geplant, das Projekt schrittweise aufzubauen und gemeinsam mit Pilotpartnern Stück für Stück zu erweitern. Der geplante Aufbauplan wurde – wie vieles andere – von der Corona-Realität davongetragen. An seine Stelle trat die Notwendigkeit, rasch und unkompliziert Informationen für alle TU Wien-Angehörigen zur Verfügung zu stellen, und das in OE-übergreifender Zusammenarbeit. Als Kollaborationsplattform kann das TU coLAB genau das leisten und wird es in Zukunft auch weiter – und noch besser.

Support, Beratung und Schulungsangebot

Innerhalb kürzester Zeit haben sich die Zahlen an Nutzer_innen im TU coLAB auf über 1.500 vervielfacht, verrät uns die Zugriffsstatistik. Entsprechend sind auch die neuen Bereiche, Seiten und Inhalte schnell gewachsen. Für das Team des .digital office ist das erhöhte Nutzer_innenaufkommen durch einen verstärkten Beratungs- und Schulungsaufwand deutlich spürbar. Das Supportangebot reicht dabei von der TU coLAB-Hilfe direkt auf den Seiten der Plattform, Anleitungsvideos über unkomplizierte Beratung per TUchat, E-Mail und telefonisch zu persönlichen Schulungen über Videokonferenztools. Um die TU coLAB-Community noch besser servicieren zu können, bietet das Team des .digital office zusätzlich zur persönlichen Schulung ab heute eine regelmäßige TU coLAB Online-Sprechstunde an. Diese wird voraussichtlich wöchentlich zu einem vorher angekündigten Termin stattfinden, wobei bewusst unterschiedliche Uhrzeiten und Tage ausprobiert werden, um möglichst viele Personen zu erreichen. Nutzer_innen können gerne schon vorab Ihre Teilnahme und Themen avisieren oder spontan im virtuellen Meetingraum vorbeischauen.


Alle Informationen zur ersten TU coLAB Online-Sprechstunde auf einen Blick:

Mittwoch, 13. Mai 2020, 16-17Uhr
Adresse des Meetingraums: https://www.gotomeet.me/tucolab-sprechstunde
Geplante Themen: https://colab.tuwien.ac.at/x/Rqax

Sie können uns gerne auch schon vorab Fragen und Themen im TUchat-Kanal #tucolab_community senden. Wir freuen uns auf Sie!



22. April 2020 | Christine Cimzar-Egger

Lassen Sie als Lehrende Ihre Ideen und Erfahrungen mit Distance Learning in Projektideen einfließen. Bis 25. Mai können noch Projekte eingereicht werden.

Für Lehrende hat sich der berufliche Alltag in den letzten Wochen besonders verändert, ist der Schritt von der Präsenzlehre ins Distance Learning weder einfach noch selbstverständlich. Lehrende konnten schon einiges an Erfahrungen sammeln, was gut funktioniert und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt.

Bevor Corona überhaupt ein Thema war – Sie erinnern sich vielleicht noch an das .digital update im November im Kuppelsaal – wurden zwei Digitalisierungsprojektcalls angekündigt. Der erste, für Projekte aus den Fokusgruppen, läuft bereits. Der zweite Digitalisierungscall lenkt den Fokus auf die Lehre an der TU Wien. Dieser Call ist jetzt gestartet und läuft noch bis 25. Mai.

 .dcall Lehre 2020 – Jetzt mitmachen und Projekte einreichen

Besonderer Fokus in der Digitalisierungsstrategie der TU Wien liegt auf dem Lehr- und Lernbetrieb an der Universität, der im Zusammenspiel zwischen Lehrenden, Studierenden und beteiligten Serviceeinrichtungen weiterentwickelt werden soll. Darüber hinaus stellt das Sommersemester 2020 die TU Wien und besonders Lehrende vor enorme Herausforderungen, die aber auch eine Weiterentwicklung bestehender Lehr- und Lernkonzepte sowie Ideen für innovative Lehr- und Lernkonzepte anregen können. Gerade dieses Semester mit diversen Distance Learning-Aktivitäten könnte ein guter Ansatzpunkt für die Entwicklung neuer Konzepte sein.

Tragen Sie mit Ihren innovativen Ideen dazu bei, Lehre an der TU Wien noch attraktiver zu gestalten. Dazu fördert das Rektorat mit dem .dcall Lehre 2020 maximal 10 Projekte zu je max. € 30.000 zur digitalen Transformation in der Lehre.  Wenn Sie immer schon kreative Ideen in der Lehre ausprobieren wollten bzw. aufgrund der aktuellen Umstände innovative Konzepte überlegt oder entwickelt haben und diese im Rahmen eines Digitalisierungsprojekts auch umsetzen möchten – das ist Ihre Chance! Detailinformationen zum Call sowie die Rahmenbedingungen für die Einreichung von Projekten finden Sie auf der TU coLAB-Seite zum .dcall Lehre 2020.


Weitere Informationen:

.dcall Lehre 2020 im TU coLAB

.digital office unter digitaloffice@tuwien.ac.at

TUchat unter #.digital oder per Direktnachricht

15. April 2020 | Johann Kainrath, TU.it

Die Serviceunterbrechungen betreffen fast alle IT Services der TU Wien, inklusive des TU coLAB. Wir bitten um Verständnis für die notwendigen Wartungsarbeiten.

Das Datacenter der TU Wien ist das Rückgrat aller wichtigen Services der TU.it. Telefon, E-Mail, Webservices, Lern- und Kollaborationsplattformen, diverse Infrastruktur für Institute und vieles andere laufen dort zusammen. In dieser besonderen Zeit, wo wir noch stärker vom Funktionieren der digitalen Infrastruktur abhängen, ist es besonders wichtig, dass deren Stabilität jetzt und in Zukunft gewährleistet ist. So muss es auch möglich sein, das Netzwerk im Bedarfsfall wegen höherer Belastungen weiter nach oben skalieren zu können. Um diese Stabilität weiter zu gewährleisten, muss eine notwendige Wartung am Datacenter durchgeführt werden.

Diese Wartung findet am Freitag, 17. April 2020 ab 15:00 statt.

Durch die zentrale Funktion des Datacenters sind davon fast alle IT Servcies der TU Wien betroffen. Diese Wartung ist notwendig geworden, da die derzeit eingesetzte Software einer zentralen Datacenter-Komponente vom Hersteller seit kurzem nicht mehr weiterentwickelt wird. Um einem Stabiltäts- und Sicherheitsrisiko vorzubeugen, muss die Software im angekündigten Wartungsfenster aktualisiert und getestet werden. Ziel ist es, Ausfallzeiten so gering wie möglich zu halten und Abläufe dadurch möglichst wenig zu beeinträchtigen. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie im Wartungszeitraum keine Aktivitäten im Netzwerk setzen.

Betroffene Services sind unter anderem:

  • Website der TU Wien
  • TISS
  • TUchat
  • LectureTube (TSC)
  • TUwiki/TUCoLab
  • upTUdate und E-Mail für Studierende
  • WLAN und VPN

7. April 2020 | Christine Cimzar-Egger, Anna Füßl (Zentrum f. strategische Lehrentwicklung) und Katarzyna Potocka (Teaching Support Center)

Seit Mitte März ist Distance Learning das neue Schlagwort im Bildungsbereich. Besonders an den Universitäten wurden hier in kürzester Zeit viele neue Tools und Methoden eingerichtet und zusätzlicher Support aufgebaut.

E-Learning ist prinzipiell nichts Neues an einer Universität. Trotzdem stellte die Notwendigkeit, möglichst viele Lehrveranstaltungen und in kurzer Zeit komplett auf digitale Angebote umzustellen, auch die TU Wien vor gehörige Herausforderungen. Um dieses "Distance Learning" möglichst rasch einzurichten, brauchte es das reibungslose Zusammenspiel verschiedener Abteilungen. Mit dem "Distance Learning Team" hat die TU Wien zur Koordinierung ein funktionales Projektteam zusammengestellt, das die notwendigen Vorgaben des Ministeriums für die Planung und Organisation der Lehre einerseits umsetzten, und andererseits neue Ideen und Konzepte in bestehende Angebote einfließen lassen soll. Das "Distance Learning Team" setzt sich aus Kolleg_innen des Zentrums für strategische Lehrentwicklung und dem Teaching Support Center zusammen und wird von Kolleg_innen der TU.it, dem CSD, der GuT und des .digital office unterstützt.

Schnell reagieren, aber nachhaltig agieren

Natürlich mussten innerhalb kürzester Zeit neue Rahmenbedingungen geschaffen werden, Supportangebote sichtbar gemacht und ausgedehnt werden. Immerhin hat die TU Wien über 28.000 Studierende, die Sorge um ein Fortkommen in ihrem Studium hatten. Viele Lehrende hatten auch noch wenig Erfahrung damit, die Lerninhalte möglichst digital aufzubereiten. Umso wichtiger ist, dass Studierende und Lehrende bestmöglich unterstützt wurden und werden, damit der Umstieg auf Distance Learning so friktionsfrei wie möglich gestaltet werden kann. Der Anspruch ist auch, dass möglichst viel von dem, was derzeit probiert und entwickelt wird, die Phase dieser besonderen Maßnahmen wegen Corona überdauern soll. Dafür werden laufend Ideen und Konzepte getestet, gesammelt und weiterentwickelt. Viele Informationen und Konzeptvorschläge dazu sind im TU CoLab-Space zum Distance Learning gesammelt und werden laufend erweitert. 

Auch Sie können gerne Ihre Ideen und Erfahrungen dort beitragen. Besonders für Lehrende gibt es hier die Möglichkeit, sich über gute Erfahrungen in der Anwendung von Tools und Methoden auszutauschen. Dafür wurde eigens ein "Distance Learning Good Pratice"-Space eingerichtet. Sie können direkt über den Button „Neuer Tool-Steckbrief“ Ihre eigenen positiven Erfahrungen teilen und neue Werkzeuge, Workflows und Best Practice Beispiele vorschlagen bzw. vorstellen.

Planungshorizont: ungewiss

Derzeit ist noch nicht absehbar, wie lange uns das Thema Distance Learning und alle damit einhergehenden Themen beschäftigen wird oder ab wann Präsenzlehre wieder möglich sein wird. Vorbeugend hat die TU Wien aber beschlossen, das Distance Learning bis zum Ende des Sommersemesters 2020 für alle Lehrveranstaltungen, für die das möglich ist, zu verlängern. Dafür werden die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen, um sowohl Lehrende als auch Studierende bei Distance Learning weiterhin so gut wie möglich zu unterstützen

Weitere Informationen zum Thema:

Link zum Blog Distance Learning des Distance Learning Teams

Kontakt: distancelearning@tuwien.ac.at

23. März 2020 | Christine Cimzar-Egger

Als Menschen sind wir unendlich anpassungsfähig. Bei den vielen Änderungen in kurzer Zeit, können wir diese Fähigkeit gut brauchen. Denn auch Home Office bringt so einige Herausforderungen mit sich.

Und plötzlich war alles anders. Von heute auf morgen mussten viele Unternehmen, die bisher wenig bis gar keine Erfahrung damit hatten, ihre Mitarbeiter und etablierten Arbeitsabläufe auf Home Office umstellen. Die Krise macht’s möglich. Und dabei sind diese Unternehmen noch privilegiert, gibt es doch viele produzierende Unternehmen in Österreich. Die Produktion von Parkettböden lässt sich wohl kaum so leicht ins eigene Wohnzimmer verlegen.

Nicht abschrecken lassen von technischen Anlaufschwierigkeiten

Home Office steht und fällt mit der technischen Infrastruktur zu Hause. Es soll ja immer noch Haushalte geben, die nicht mit Internet ausgestattet sind. Es gibt viele Haushalte, die als ihre Internetquelle das Handy verwenden oder einen WLAN Hub des Mobilfunkanbieter ihres Vertrauens verwenden. Egal wie Sie sich mit dem Internet verbinden, stabil sollte die Verbindung jedenfalls sein, damit Sie in Ruhe arbeiten können.
Das Internet allein hilft noch nichts, Sie brauchen auch ein entsprechendes Arbeitsgerät. Viele Arbeitgeber setzen bei der Ausstattung von Arbeitsplätzen bereits auf Laptops, was den Umstieg ins Home Office erheblich erleichtert. Aber auch vom hauseigenen Desktop-PC kann man auf sein E-Mail-Postfach und diverse Webanwendungen zugreifen.

Zugriff ist ebenfalls ein Thema. Viele Informationen eines Unternehmens sind schützenswert, sollen also nicht von jeder und jedem gelesen werden können. Zu diesem Zweck gibt es eine sogenannte Authentifizierung. Sie müssen also dem System, auf das Sie zugreifen wollen sagen, dass Sie Sie sind und zugreifen dürfen. An der TU Wien passiert das in den meisten Fällen mit Ihrem TU Account (Benutzername und Passwort). Praktisch ist, dass Sie das nicht immer wieder und überall aufs Neue eingeben müssen, solange Sie weiterarbeiten. Das System merkt sich das, das heißt Single-Sign-on (SSO). Oft liegen Informationen auf Netzwerklaufwerken oder Sie arbeiten mit Ihren Kolleg_innen bereits im TUwiki zusammen. Dafür müssen Sie dem TU Netzwerk „vorspiegeln“ Sie wären im Büro. Das funktioniert, in dem Sie über ein Virtual Private Network (VPN) einsteigen. Da wird szs. ein „Tunnel“ durchs Internet von Ihrem Home Office an die TU erstellt, der vor fremden Zugriffen besonders geschützt ist. So können Sie dann im TU-Netzwerk arbeiten, als wären Sie an Ihrem üblichen Arbeitsplatz.

Auch wenn Sie nicht mit Ihren Kolleg_innen im selben Büro oder Gebäude sitzen, können Sie trotzdem gemeinsam arbeiten und Kontakt halten. Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen das TUwiki und das TU coLAB für die Zusammenarbeiten bieten. Die TU Wien verfügt mit dem TUchat auch über ein Instant Messaging Programm, über dass Sie sich Nachrichten senden können. Das funktioniert so leicht (und auch am Handy) wie bei Whatsapp. Der Vorteil ist, dass Ihre Nachrichten die Server der TU Wien nicht verlassen.

Sind Besprechungen von Angesicht zu Angesicht notwendig bzw. erwünscht, bietet die TU Wien mehrere Möglichkeiten für Telefon- oder Videokonferenzen. Mit GoToMeeting können Sie sich beispielsweise mit Ihren Kolleg_innen über Video besprechen und gleichzeitig, die Sie besprechen wollen, Inhalte auf Ihrem Bildschirm ansehen.

Tipps wie diese, viele Anleitungen und Links, die Ihnen die Arbeit im Home Office erleichtern sollen, finden Sie auf dem TU coLAB.

Organisatorische Herausforderungen in neuer Dimension

Was die technische Ausstattung nicht lösen kann, sind die organisatorischen Herausforderungen, die diese außergewöhnliche Zeit an uns alle stellt. An der TU Wien wurde eine limitierte Anzahl an Schlüsselpersonen benannt, die aus betriebsrelevanten Gründen vor Ort sein müssen. Ihnen gilt unser Dank für die Aufrechterhaltung wichtiger Services für uns alle. Wir anderen müssen uns jetzt im Home Office in unseren eigenen vier Wänden neu organisieren. Wir müssen unsere eigenen Abläufe anpassen, unsere Arbeitstage vielleicht anders strukturieren oder uns ausmachen, wer wann und wo zuhause arbeitet, damit er die/den Mitbewohner_in nicht in der Arbeitsphase stört.

Für alljene von uns, die betreuungspflichtige Kinder zu Hause haben, die versorgt und schulisch auf dem Laufenden gehalten werden wollen, stellt die neue Situation eine zusätzliche Komplexitätsebene dar. Meine Erstklässlerin kann noch nicht gut verstehen, warum jetzt plötzlich alles anders ist, ich so viel mehr Zeit zuhause verbringe und dann nicht nur exklusiv für sie da bin. Da musste auch ich lernen, flexibler mit der Situation umzugehen. Und was macht es schon, wenn das neugierige Kind mal kurz in der Videokonferenz vorbeischaut, weil es das noch nicht kennt? Kann leicht sein, dass ein ebenso neugieriges Kind beim Gegenüber in die Kamera grinst. Ein gewisser entspannter Umgang mit der Situation tut allen gut… auch wenn ich einsehen muss (und schon vorher ahnte), dass aus mir garantiert keine Volksschullehrerin mehr wird. Auch das habe ich in dieser Woche gelernt.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit der Umstellung auf Home Office? Welche Strategie haben Sie sich zurecht gelegt? Was fällt Ihnen leicht, womit hadern Sie? Ich freue mich über den Erfahrungsaustausch, gerne auch über das Kommentarfel unten.


28. Februar 2020 | Christine Cimzar-Egger

Digitale Tools können das Leben in vielen Bereichen deutlich vereinfachen. Schwierig wird es, wenn man den elektronischen Geräten zu viel Raum gibt. Hier ist gesunde Abgrenzung gefragt.

Für viele von uns sind digitale Abläufe und elektronische Geräte bereits wie selbstverständlich Teil unseres Alltags. Hat man die Eingangshürde geschafft und weiß, wann und wo man welches Gerät, welche Software, welche Plattform einsetzen kann und soll, taucht am Horizont die nächste Frage auf: Wie kann ich mich bei Bedarf zur digitalen Welt abgrenzen? Und wie erkenne ich diesen Bedarf?

Mit digital detox beginnen …

Das digitale Zeitalter bringt es mit sich, dass unser Alltag durch viele neue Begriffe bereichert wird. Damit meine ich nicht die Bezeichnung für die vielen kleinen Spielereien, mit denen man sich die Zeit endlos vertreiben kann. Vielmehr ist eine Gegenbewegung entstanden, die uns ein gesundes Verhalten im Umgang mit der digitalen Welt beibringen will. Einer der ersten wahrnehmbaren Trends dahingehend war das „digital detox“, also der komplette Verzicht auf jegliches elektronisches Spielzeug und entsprechend auch das Fernhalten vom Internet. Da ein solches Verhalten weder dauerhaft noch im beruflichen Alltag machbar wäre, soll es als kurzfristige Reinigungsmaßnahme eingesetzt werden – digitales Fasten sozusagen. Das lässt sich über einen zeitlich begrenzten, allerseits kommunizierten Zeitraum mehr oder weniger leicht durchhalten und hilft sicher das eigene digitale Verhalten in den Fokus zu rücken. Als Dauerlösung und Rezept für den zunehmend digitalen Arbeitsalltag ist es allerdings nicht geeignet. Erfolgsversprechender ist da die Überlegung, die jeweiligen digitalen und analogen Teile unserer Lebensrealität besser in Balance zu bringen. Die schlechte Nachricht gleich vorweg: Das kann nur jede_r für sich selbst angehen. Die gute Nachricht aber gleich zum Ausgleich: Es gibt viele kleine Tipps und Tricks, die einen da gut unterstützen können.

… zur digitaler Balance finden

Stellen Sie sich ein paar unbequeme Fragen, die Sie ehrlich beantworten sollten: Wie oft greife ich tagsüber reflexartig zum Smartphone? Habe ich mein Handy/meinen Computer so eingestellt, dass ich über alle neu eingehenden E-Mails/Meldungen sofort benachrichtigt werde? Verbringe ich meine Freizeit auch großteils vor einem Bildschirm? Schaue ich sogar beim Gehen ständig auf den Bildschirm meines mobilen Geräts? Und ist das letzte, was ich vorm Einschlafen sehe, der Posteingang meines Mailprogramms? Hand aufs Herz: Ich ertappe mich selbst immer wieder mal bei Verhaltensweisen, die ich voller Überzeugung in Abrede stellen würde. Schließlich sind wir auch nur Menschen. Wenn man sich aber ehrlich bewusst macht, dass man ab und zu in ungesunde Verhaltensmuster kippt, kann man mit kleinen Änderungen schon einiges bewirken. Tolle Vorschläge dafür gab es beispielsweise beim diesjährigen Sekretär_innenkongress an der TU Wien (link zu interner News). Verschiedene Strategien, um das Gedächtnis zu schulen, wären möglicherweise eine gute Alternative zu Erinnerungen am Handy. Ich persönlich liebe meinen Papierkalender, in dem ich auch Notizen machen kann. Keine digitale Erinnerung kann mir die Genugtuung geben, die ich beim Durchstreichen einer notierten Aufgabe nach Erledigung empfinde. Man darf auch im digitalen Alltag altmodische Marotten haben. Eine besonders wichtige Botschaft ist aber, dass wir möglichst viel bewusste Bewegung in unseren digitalen Alltag einbauen sollten. Da kann man schon mit einfachen Ausgleichsübungen die Starre vor dem Bildschirm lösen. Und auch den Weg zur Arbeit kann man anders gestalten: Steigen Sie die eine oder andere Station später in die Öffis ein (oder früher aus) und schauen Sie sich die Umgebung auf Ihrem Weg an. Oder starren Sie im Bus aus dem Fenster statt aufs Handy.

Sie werden sehen: Diese Kleinigkeiten sind kein Widerspruch zu unserem Leben im digitalen Alltag – es kann diesen unheimlich bereichern.

Vielleicht haben Sie ja eigene Tipps und Tricks, die Ihren digitalen Alltag bereichern. Teilen Sie diese mit mir! Dann können wir gemeinsam einen „Survial Guide“ für die digitale Welt gestalten! Einfach unten einen Kommentar hinterlassen:

14. Februar 2020 | Michaela Dereani, .digital office

Digitale Tools können so eingesetzt werden, dass diese die Zusammenarbeit zwischen Kolleg_innen, Arbeitsgruppen oder in Teams deutlich erleichtern - und das ist ganz im Sinne der Ziele der Digitalisierungsstrategie. Dafür werden an der TU Wien neue organisationseinheitsübergreifende Services aufgebaut.

Aufgaben erstellen, organisieren und gemeinsam daran arbeiten – alles an einem Ort!

TU coLAB ist eines dieser neu eingesetzten Tools. Es basiert auf Confluence und bietet einen Arbeitsbereich für Teams und Communities, wo Wissen und Zusammenarbeit aufeinander treffen – über die Grenzen von Organisationseinheiten hinweg. TU Mitarbeiter_innen können eine zentrale Informationsquelle und Wissensbasis erschaffen und gemeinsam daran weiterarbeiten. Informationen müssen nur einmal eingegeben und aktuell gehalten werden. Zusätzlich können diese durch die vernetzte Struktur des TU coLAB an verschiedenen Stellen im System angezeigt und gefunden werden.

Auch die Zusammenarbeit an Projekten kann TU coLAB erleichteren  – durch die flexible Arbeitsumgebung kann das ganze Team einbezogen werden, ohne eine E-Mailflut auszulösen. In Besprechungsnotizen lassen sich Aufgaben notieren und gleich an die jeweiligen Verantwortlichen weiterleiten. Damit man das Rad nicht ständig neu erfinden muss, kann man Vorlagen nutzen und individuell anpassen. Dabei bleibt im Vorbeigehen auch gleich eine teamübergreifende Konsistenz erhalten. Dokumente können gemeinsam erarbeitet werden und über die Kommentarfunktion Textteile besprochen werden. Wer die Blog-Funktion nutzt, hält das Team mit Ankündigungen und neuesten Informationen am Laufenden.

Alle Änderungen werden gespeichert und können über eine Änderungshistorie für jede Seite nachvollzogen werden - so geht keine Idee verloren. Die Sorge, auf einen falschen Knopf zu drücken, aber schon.

Digitalisierungsprojekt mit Laborcharakter

Wenn Sie schon mit dem TUwiki gearbeitet haben, ist Ihnen Confluence in der Anwendung bereits vertraut. Sowohl das TUwiki als auch das TU coLAB basieren darauf - allerdings in unterschiedlichen Ausprägungen.

Das TUwiki ist für Sie richtig, wenn Sie vor allem mit TU-Mitarbeiter_innen in ihrer eigenen Organisationseinheit innerhalb des TUnet zusammen arbeiten möchten. Für die Techniker_innen unter Ihnen: Es wird außerdem eine Hochverfügbarkeit gewährleistet.

Der Name TU coLAB beinhaltet die Begriffe „Collaboration“ und „Labor“. Es handelt sich um den Aufbau einer Kollaborations-Plattform im Rahmen der Digitalisierungsstrategie. Aufbau heißt hier auch,  dass man einen gewissen "Laborcharakter" des Sich-Entwicklens erwarten kann und soll - inklusive Verfügbarkeit nach dem Best-Effort-Prinzip (wieder für die Techniker_innen unter Ihnen). Wir erproben neue Anwendungsszenarien und versuchen, wie man den digitalen Wissensaustausch auch OE-übergreifend erleichtern kann; es werden Software-Erweiterungen und Betriebskonzepte getestet. Es entstehen Inhalte zur digitalen Transformation, Knowledge Bases, Communities und Projekt-Zusammenarbeit.

Das TU coLAB ist auch außerhalb vom TUnet, zum Beispiel von zu Hause aus, erreichbar. Seiten können für spezielle Personengruppen eingeschränkt werden, oder auch - wie eine Website - öffentlich zugänglich gemacht werden. Für "interne" Seiten können sich alle TU-Angehörigen mit TU-Passwort anmelden, demnächst auch andere Universitäten über das aconet. Angedacht ist möglicherweise in Zukunft auch Social Login (z.B. Google, LinkedIn, GitHub). Außerdem ist ein Zugriffs-Modell in Arbeit, sodass man - wie aus TUWEL bekannt - Einladungen zum entsprechenden Bereich versenden kann.

Das .digital office behält den Aufbau und die Struktur des TU coLAB im Blick und begleitet persönlich beim Einstieg in die digitale Zusammenarbeit. Dazu ist Michaela Dereani seit November mit im Team, die bereits an der Johannes Kepler Universität in in Linz erfolgreich eine Plattform auf Basis der selben Software mit aufgebaut hat. Ihr besonders Anliegen ist alles rund um Unterstützung: Der Support Bereich soll um eine User Community, Schulungen, Leitfäden und Videos erweitert werden.

Mitmachen?

Na, haben wir Sie neugierig gemacht? Aktuell werden Pilot-Szenarien mit einzelnen Zielgruppen getestet. Wenn Sie Ideen haben, wie Sie das TU coLAB nutzen möchten, wenden Sie sich bitte an das .digital office (digitaloffice@tuwien.ac.at)

Weitere Informationen und Kontakt

30. Jänner 2020 | Christine Cimzar-Egger, Michael Schadler

Die Orientierung ist im digitalen Zeitalter angekommen. Die Infoscreens an den Standorten der TU Wien können nun zentral mit Informationen versorgt werden.

Spaziert man über den Campus der TU Wien, kommt man früher oder später an einem der Infoscreens vorbei. 85 von diesen gibt es an allen Standorten in den öffentlichen Bereichen, die über wichtige Themen, geplante Veranstaltungen und spannende News informieren. Was die Wenigsten wissen: Diese Bildschirme konnten bisher nicht alle gemeinsam angesteuert werden. Das Projekt „Infoscreen“ unter der Projektleitung von Michael Schadler (TU.it) sollte da Abhilfe schaffen.

Aus zwei mach eins

Um einen Bildschirm anzusteuern und ihm zu „sagen“ was er zeigen sollen, braucht es „digital signage-Systeme“. Diese Systeme kann man sich wie eine digitale Beschilderung oder Plakatwand vorstellen. Sie wird überwiegend für digitale Werbung oder Informationssysteme verwendet, indem jeder Bildschirm nach unterschiedlichen Anforderungen zentral gesteuert und mit verschiedenen Informationen versorgt wird. Während also auf einem Bildschirm die neueste Veranstaltung angekündigt wird, könnte der andere Bildschirm als Wegweiser zur Promotion im Kuppelsaal fungieren. Voraussetzung dafür ist aber, dass alle Bildschirme die selbe Sprache sprechen, also das selbe digital signage-System verwenden. An der TU Wien waren vor Projektbeginn hauptsächlich zwei Systeme mit mehreren Untersystemen im Einsatz. Ziel des Infoscreen-Projekts Phase 1 war somit, alle 85 Bildschirme mit dem selben System auszustatten.

Betriebsprozess neu

Im Zuge der Umstellung mussten 60 Rechner getauscht werden, um den neuen Systemanforderungen gerecht zu werden. Defekte Systeme wurden ausgetauscht, die restliche Hardware auf den selben Letztstand gebracht. Um die Systeme auch dauerhaft auf aktuellem Stand halten zu können und einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, musste ein neuer Prozess für den Betrieb des Systems definiert werden. So wird sichergestellt, dass der komplette Prozess von Errichtung, Betrieb, Contenterstellung und Wartung in einander greift. Ein zentrales Lizenzmanagement gehört ebenso dazu. Geregelt ist nun auch, dass alle Anfragen zu den Infoscreens im Sinne eines „1st point of contact“ bei Herbert Kreuzeder von PR und Marketing zusammenlaufen. Von dort werden die entsprechenden Anfragen dann an die zuständigen Personen weiterverteilt.

Folgeprojekt: Infoscreens – Phase 2

Immer auf dem aktuellen Letztstand zu sein ist gut, vorausschauend in die Zukunft zu planen ist noch besser. Genau das ist das Ziel des Infoscreen-Projekts in der zweiten Phase. Unter Projektleitung von Michael Kaiser soll überlegt werden, wie unterschiedliche Standorte in Zukunft mit Infoscreens ausgestattet sein sollen. Wie soll beispielsweise der Eingangsbereich eines Instituts aussehen? Welche Orientierungshilfen braucht es dort? Sind Überkopflösungen sinnvoller oder doch lieber eine Kiosk-Variante? Um verschiedene Variante auszuprobieren sind im Laufe des Projekts Testinstallationen am Karlsplatz geplant. Start dieses Folgeprojekts ist Frühling 2020.


Informationen zu diesem und anderen Digitalisierungsprojekten finden Sie auf der Website des .digital office

19. Dezember 2019 | Josef Eberhardsteiner, Vizerektor für Digitalisierung und Infrastruktur

Ein Jahr ist es jetzt her, dass die Digitalisierungsstrategie der TU Wien veröffentlicht wurde. Auch wenn wir konsequent nach vorne blicken, sei ein kurzes Resümee erlaubt: Es hat sich einiges bewegt.

Die TU Wien war die erste Universität, die eine Digitalisierungsstrategie beschlossen und das Thema im Ressort eines Vizerektors organisatorisch verankert hat. Um die Mitarbeiter_innen von Anfang an möglichst umfassend über die Strategie und die ersten Schritte deren operativen Umsetzung zu informieren, wurde die .digital roadshow-Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen. Herzstück der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie sind die Fokusgruppen, in denen Interessierte zu den vier großen Schwerpunkten Forschung, Lehre, Verwaltung und Infrastruktur an Digitalisierungsthemen für die gesamte TU Wien mitarbeiten können. Knapp siebzig Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Bereichen der Universität sind dem Aufruf zur Mitarbeit gefolgt und gestalten die digitale Transformation mit. Unterstützt werden sie dabei vom .digital office, das diesen Prozess operativ begleitet und moderiert.

Kommunikation ist in der digitalen Transformation generell ein wichtiges Thema: Seit den .digital roadshows werden Themen durch neue digitale Kanäle wie den TUchat und das TUwiki begleitet. Regelmäßige .digital update-Veranstaltungen geben in komprimierter Form einen Eindruck, wie sich die Arbeit in den Fokusgruppen und diverse Themen und Projekte weiterentwickeln. Bei sämtlichen Kommunikationsangeboten steht im Vordergrund, dass allen Interessierten ausreichend Raum für Austausch, Fragen und Inputs gegeben wird.

Die Lebenswelt der Studierenden verstehen

Im 2. Halbjahr wurde besonderes Augenmerk auf die Studierenden der TU Wien gelegt. Initiale Gespräche mit Vertreter_innen des Vorsitzteams der HTU stellten dabei die Basis für alle weiteren Aktivitäten dar. Anfang November fand ein Workshop mit Vertreter_innen verschiedener Fachschaften an der TU Wien statt, wo sich diese in einem gemeinsamen Brainstorming intensiv mit Themen rund um die Digitalisierung an der TU Wien auseinandergesetzt haben. Die Studierenden haben in der kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema durchaus auch einige Herausforderungen für ihren Studierendenalltag skizziert und sind sehr daran interessiert, im Zuge des digitalen Transformationsprozesses an Verbesserungen mitzuarbeiten. Schon für das Sommersemester sind weitere Aktivtäten geplant.

Schwerpunkt 2020: Zusammenarbeiten im digitalen Zeitalter

In den Fokusgruppen wurden im Laufe dieses Jahres viele Projektideen und Vorschläge er- und bearbeitet. Diese sollen sich im nächsten Jahr zu Projekten weiterentwickeln, die dann priorisiert und dem Rektorat vorgestellt werden. Die ersten Projekte sollen bereits nächstes Jahr umgesetzt werden. Das Thema „Collaboration“, also Zusammenarbeit im digitalen Zeitalter, wird nächstes Jahr ein Schwerpunkt sein und findet sich thematisch in vielen Projekten wieder.


Wie schon in der .digital update-Veranstaltung im November angekündigt, werden wir Sie auch weiterhin über aktuelle Themen der digitalen Transformation informieren – sowohl über digitale Kanäle, persönliche Gespräche und wieder in einer der regelmäßigen .digital update-Veranstaltungen im Laufe des Jahres.

Wir bleiben dran an der digitalen Transformation – gehen Sie den Weg auch weiterhin mit uns!

Aktuelle Informationen, Termine und den .digital blog finden Sie auf der Website des .digital office oder im TUwiki .  Sie erreichen das .digital office auch per E-Mail oder über den TUchat.

12. Dezember 2019 | Gregor Hartweger, Christine Cimzar-Egger

Informationssicherheit betrifft jeden. Auch wenn die Technik viel unterstützt, der beste Schutz vor Cyberkriminalität ist immer noch der Mensch.

Mit dem Internet steht einem die ganze Welt offen und per E-Mail geht im Arbeitsalltag vieles einfach schneller. Allerdings kann man in beiden Fällen sehr schnell Tür und Tor für unerfreuliche Aktivitäten öffnen, wenn man nicht über die eigene Informationssicherheit nachdenkt. Oder würden Sie die Haustüre sperrangelweit offenlassen, wenn Sie das Haus verlassen? Im übertragenen Sinne macht man aber genau das, wenn man sich keine Achtsamkeit für dieses Thema zulegt. Eine gewisse Grundskepsis im Umgang mit dem eigenen E-Mail-Posteingang ist da schon mal ein guter Anfang.

Mensch schlägt Technik

Auch wenn der Mensch zu den höchstentwickelten Lebewesen auf diesem Planeten zählt, in Sachen Informationssicherheit ist er oder sie immer noch das schwächste Glied in der (Sicherheits-)Kette. Die TU Wien setzt daher mit sog. „Awareness-Trainings“ darauf, das Bewusstsein und die Gefahrenerkennung von Mitarbeiter_innen laufend zu schulen. Damit ist es für die TU Wien möglich, den Mittelweg zwischen technisch Machbarem und technisch Notwendigem zu gehen, ohne sämtliche Aktivitäten im eigenen Arbeitsbereich komplett zu reglementieren. Gut geschulte Mitarbeiter_innen sind deutlich effektiver als es jegliche technische Lösung jemals sein könnte.

 „Es gibt ein Problem mit Ihrem E-Mail-Account. Klicken Sie hier“: Die bunte Welt des Phishings

Jeder hat sie schon einmal bekommen: die schlecht formulierten, mit Fehlern durchsetzten E-Mails, die einen auffordern, auf einen Link zu klicken. Allerdings werden diese Phishing-E-Mails immer professioneller. Der Absender scheint aus der eigenen Organisation zu kommen, die Signatur erinnert auch an jene im Unternehmen und der Text klingt doch irgendwie plausibel. Und schon hat man draufgeklickt –wovor niemand gefeit ist.

Passieren kann dann zweierlei: Im ersten Fall geschieht nicht gleich etwas Dramatisches, wenn man auf den Link klickt: Es öffnet sich ein Browserfenster, in dem man aufgefordert wird, seine Nutzerdaten einzugeben. Diese Daten werden dann von der „bösen“ Website für weitere Aktionen wie das Versenden von weiteren Phishing-E-Mails an das gesamte Adressbuch oder für das Absaugen des gesamten E-Mailaccounts inklusiver aller sensiblen Informationen darin verwendet. Das kann dann schnell zu einem Schneeballeffekt führen. Im anderen Fall wird durch das Anklicken des Links eine Schadsoftware auf dem eigenen Computer installiert, der diesen Computer – und möglicherweise das gesamte zugehörige Netzwerk – befällt und jeglichen Zugriff auf sämtliche Daten sperrt (Verschlüsselungstrojaner oder Ransomware). Nur durch die Zahlung einer gewissen Summe von Bitcoins wird der Computer/das Netzwerk wieder freigegeben.

Was kann ich selbst tun?

Sollte wirklich einmal etwas passiert sein, melden Sie den Verdacht der Phishing-E-Mails unbedingt an phishing@tuwien.ac.at. Die IT-Abteilung eines Unternehmens hat in den meisten Fällen nur eine sehr kurze Reaktionszeit für Gegenmaßnahmen. Statistiken zeigen etwa, dass innerhalb der ersten 30 Minuten ca. die Hälfte der Vorfälle bereits passiert sind.

Zur Vorbeugung empfehlen wir ein paar simple Tricks:

  • Überprüfen Sie die Plausibilität einer Internetadresse mittels „mouse-over“ – also dem Drüberfahren über einen Link ohne ihn anzuklicken. Links von Unternehmen sind im Normallfall sehr „sprechend“, bestehen also nicht aus einer unübersichtlichen Ansammlung von Zahlen und Ziffern.
  • Lesen Sie URLs (Internetadressen) von hinten nach vorne – ihr Gehirn wird Unstimmigkeiten erkennen. Beispielsweise fällt dann auf ob statt „tuwien.at“ vielleicht „tuwein.at“ steht. Beim schnellen Drüberlesen in der richtigen Leserichtung wird vom Gehirn automatisch die bekannte Info ersetzt – in die falsche Leserichtung tut sich das Gehirn da deutlich schwerer und erkennt Fehler leichter.
  • Überprüfen Sie die E-Mailadresse: Kennen Sie diese und nicht nur den Anzeigenamen des Absenders?

Haben Sie dann den Verdacht, dass es sich um ein Phishing-E-Mail handelt, leiten Sie es als Attachment an phishing@tuwien.ac.at weiter. Durch diese Informationen können vorgelagerte Schutzmechanismen im System schneller lernen und diese immer weiter angepasst werden.

Informationssicherheit an der TU Wien

Ziel von Informationssicherheit ist es, ein einheitliches Sicherheitsniveau für alle IT-Organisationen an der TU Wien zu etablieren, an dem sich alle orientieren. Zu diesem Zweck ist der Informationssicherheitsbeauftragte, Gregor Hartweger, auch weisungsunabhängig und arbeitet an vielen Schnittstellen wie beispielsweise zum Thema Datenschutz und IT-Security.

Schulungsangebot zum Thema

Das nächste Informationssicherheitstraining findet im Sommersemester 2020 statt. Informationen dazu werden wieder zeitgerecht versendet.

Ein E-Learning-Training zum Thema Informationssicherheit ist seit Dezember 2019 für alle Mitarbeiter_innen der TU Wien verfügbar. In diesem ca. 40-minütigen Training kann man sich das notwendige Handwerkszeug aneignen, um den Gefahren der Cyberkriminalität besser gerüstet entgegenzutreten. Zur Schulung anmelden können Sie sich direkt im TISS-Weiterbildungskatalog der Abteilung Personalentwicklung. Sie finden die Schulung in der Kategorie „IT-Informationstechnik“ unter dem Titel „Informationssicherheit an der TU Wien *digital*“ (https://tiss.tuwien.ac.at/personal/interne_veranstaltung/anzeigen/6256).

Weiters sind Spezialschulungen für Kolleginnen und Kollegen in den Sekretariaten für 2020 geplant. Weitere Informationen dazu werden folgen.

 Weiterführende Informationen:

TUwiki-Seite zur Informationssicherheit: https://wiki.tuwien.ac.at/display/ISMS/INFOSEC+-+Informationssicherheit

Website INFOSEC: https://www.tuwien.at/tu-wien/organisation/zentrale-services/information-security