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Seit 2. Juni 2020 sind teilweise wieder Präsenzprüfungen an der TU Wien unter Beachtung entsprechender Sicherheitsmassnahmen und Vorkehrungen möglich. Einen Leitfaden zum Thema "Präsenzprüfungen an der TU Wien" finden Sie im coLAB unter: https://colab.tuwien.ac.at/x/DAXo

Wir haben einige Studierende als auch Mitarbeiter_innen, die auch an online-Prüfungen teilgenommen haben, gebeten, mit uns ihre persönlichen Erfahrungen zu teilen. Dies sehen wir als einen wichtigen Input, um weitere Vorgehensweisen zu verbessern und möglicherweise zu adaptieren.

Anbei finden Sie einen der ersten Erfahrungsberichte von Herrn Andreas Dendl, Student der Medizinischen Informatik, und Sarah El-Sherbiny, Mitarbeiterin und Studentin des Studiums Visual Computing.


Andreas Dendl

Mein Name ist Andreas Dendl, ich bin schwer körper- und sprechbehindert und studiere Medizinische Informatik an der TU Wien.

Bis Dezember 2019 arbeitete ich mit AUTONOM und einer Zweischirmlösung, die von Fortec für mich angepasst wurde. Auf einem Monitor waren Masken mit Zeichen, Symbolen oder Anweisungen, welche mittels eines Cursors automatisch ausgewählt und von mir mittels eines Fußschalters abgerufen wurden. Symbole und Zeichen wurden auf den zweiten Monitor übertragen und in Schriftstücke oder Formeln eingefügt. Anweisungen wurden direkt über einen Sprachgenerator ausgeführt. Das System basierte auf Windows XP und wurde mit Jahresende nicht mehr serviciert. Ich arbeite daher seit Dezember mit der Tobii Dynavox Augensteuerung. Dieses Programm versetzt mich in die Lage, den Computer wie ein User ohne Behinderung zu bedienen. Kaum eingearbeitet, stellte die Corona-Krise mein Team und mich vor eine neue Herausforderung: Distance Learning.

Der Umstieg auf Distance Learning

Wie gesagt, ich arbeite mit einem Stand-PC und der Tobii Augensteuerung. Weiters benutze ich Lerntia, eine Software die von meinem Team im Rahmen einer Lehrveranstaltung für mich geplant und mitentwickelt wurde.

Mein PC hat keine eingebaute Webcam, schwierig war es im März und April, eine Webcam zu bekommen (Lieferzeiten ab Juni). Unsere Lösung, um mit dem Team zuarbeiten und die Prüfung ablegen zu können, war, dass wir ein Smartphone in das Meeting addierten und als Kamera nützten.

Erster Test: Mein Team und ich kommunizierten über TeamViewer. Dabei gab es Verbindungsprobleme und Tonprobleme, da mein Systemton bei denTeilnehmer_innen nicht zu hören war. Bei der Verwendung eines zusätzlichen Mikrophons kam es zu Rückkopplungen.

Der nächste Test war mit Zoom: Dabei hat alles funktioniert. An der Kommunikation haben zwei Personen, mein Smartphone und ich teilgenommen.

Da ich über eine Zweischirmanlage verfüge, gab es das Problem, dass die anderen Teilnehmer_innen den zweiten Schirm nicht sehen und nicht darauf zugreifen konnten. Die Lösung war, dass ich mich bei Zoom registriert habe und in meinenEinstellungen die „Remoteunterstützung“ aktiviert habe.

Seit Mitte März treten wegen der intensiven Nutzung meiner Internetverbindung Belastungsspitzen auf (Home Office, Home Learning, mehr Surfen im Netz).
Dadurch gibt es leichte Bild- und Tonstörungen.

Meine online-Prüfung

Sarah El-Sherbiny vereinbarte mit dem Prüfer den Prüfungsmodus (MeetingSoftware Zoom, virtueller Meetingraum). Bei der Prüfung stellte sie mein Tool Lerntia auf den Prüfungsmodus um und bereitete die Fragen im System auf. Über Multiple-Choice Fragen wurde die Prüfung abgelegt.

Allgemein zum Distance Learning

Das Team bereitet die Arbeitsunterlagen für die jeweilige Vorlesung bzw. Übung für mich auf, und ich erhalte diese über Dropbox.

Mein Team und ich sind im Distance Learning mittlerweile ein gutes Team geworden.
Mir persönlich fehlt aber der direkte menschliche Kontakt zu meinem Team. Das Distance Learning ist sicher eine gute Lösung für eine gewisse Zeit, aber keine Dauerlösung.

Andreas Dendl

Autor: Andreas Dendl – Student der Medizinischen Informatik


Sarah El-Sherbiny

Ich studiere Visual Computing an der TU Wien und begleite Andreas Dendl im Laufe seines Studiums, um ihm gemeinsam mit unserem Team die benötigte Unterstützung im Studium zu bieten.

Unsere letzte Einheit in Präsenz fand am neunten März 2020 statt. Wir haben im Anschluss den darauffolgenden Termin um vier Stunden nach hinten verschoben. Niemand von uns ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass der Termin gar nicht erst stattfinden wird, und dass dies das letzte Mal in diesem Semester sein würde, dass wir uns persönlich sehen werden.

Online-Prüfung mit Zoom

Nach den erlassenen Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus mussten wir eine online-Lösung für die bevorstehende Prüfung finden. Wir benötigten ein Tool mit guter Barrierefreiheit, mit welchem wir die Prüfung auf dem PC des Studenten aufbereiten können und mit dem die Kommunikation mit dem Studenten erfolgen kann. Nach mehreren Tests hat sich Zoom und dessen Fernsteuerungsfunktion dafür als geeignet herausgestellt.

Nachdem der Prüfungsablauf geplant und mit allen Beteiligten abgestimmt wurde, war es endlich so weit, ihn umzusetzen. Zum Prüfungstermin betraten wir alle pünktlich den Zoom-Raum. Andreas Dendl war gleich doppelt im Raum vorhanden, da er zu dieser Zeit noch keine Webcam besaß und daher neben seinem PC auch die Kamera des Smartphones verwendete, um mit uns einfacher kommunizieren zu können. Nach einer kurzen Begründung und der Bestätigung zum Starten der Prüfung teilte er seinen Screen in Zoom und startete sein Lern- und Prüfungstool namens Lerntia - eine Eigenentwicklung, die seit Juli 2018 für seine Prüfungen eingesetzt wird.

Um die Prüfung auf seinem PC einspielen zu können, forderten wir Fernbedienungsrechte über Zoom an. Daraufhin erschien ein Dialogfenster in Zoom beim Studenten, welches er bestätigen musste. Nach seiner Bestätigung wechselten wir auf seinem PC in den Prüfungsmodus von Lerntia und bereiteten die Prüfung vor. Im Anschluss gaben wir die Fernbedienungsrechte in Zoom wieder auf und sperrten den Meeting-Raum, um auf der sicheren Seite zu sein, auch wenn niemandem außer uns die Zugangsdaten (ID und Passwort) zum Zoom-Raum weitergegeben wurden.

Andreas Dendl beantwortete die Prüfungsfragen mittels seiner Augensteuerung. Es war das erste Mal, dass er diese bei einer Prüfung einsetzen konnte. Dennoch verlief alles problemlos, und die Prüfung wurde erfolgreich bearbeitet und abgegeben. Es sind keine Probleme mit der Augensteuerung aufgetreten und auch keine Probleme mit dem Internetnetzwerk, das noch in der selben Woche der Prüfung für mehrere Stunden ausgefallen war.

Arbeit im Distance Learning

Für unsere regelmäßigen Einheiten verwenden meine Kolleg_innen und ich einen gemeinsamen Zoom-Raum, in dem wir abwechselnd unsere Einheiten halten. Dies hat den Vorteil, dass die Zugangsdaten für alle immer gleich bleiben und nicht zwischen mehreren Räumen gewechselt werden muss. Da Andreas Dendl mit zwei Bildschirmen arbeitet, war die Fernzugriffsoption von Zoom nicht ausreichend, da weder er mit der Augensteuerung, noch wir aus der Ferne, Zugriff auf seinen zweiten Bildschirm hatten. Daher verwenden wir nun die Remoteunterstützung von Zoom. Diese Option musste zuerst vom Host des Raumes und vom Studenten in den Zoom-Einstellungen aktiviert werden, und sie erlaubt es uns, auch den anderen Bildschirm zu nutzen. Die dafür benötigte Host-Rolle wird über den Host-Schlüssel beansprucht, der ausschließlich an alle Teammitglieder weitergegeben wurde. Somit ist es für unser Team - bis auf den Host und den Studenten - nicht notwendig, einen Account bei Zoom zu haben, um unsere Einheiten via der Remoteunterstützung abhalten zu können.

Für uns war es interessant, zu sehen, dass unsere Arbeit auch genauso gut im Distance Learning erfolgen kann, auch wenn mehrere zusätzliche Fragen zu einem festen Bestandteil jeder Einheit geworden sind, die in Präsenz nie notwendig waren. Neben den typischen Fragen, ob der Sound korrekt übertragen wird und ob dasTeilen und Steuern des Bildschirms funktioniert hat, kommt auch die Frage nach derSichtbarkeit des Mauszeigers, der manchmal nicht gerendert wird, hinzu. Weiters muss ich beachten, dass ich mein Kamerabild in Zoom bei meinem Gegenüber nicht selbst sehe. Das ist relevant, da die Inhalte von mir so platziert werden müssen, dass diese auch von Elementen, die für mich nicht sichtbar sind, nicht verdeckt werden. Ebenso war das regelmäßige Ansehen einer starren Kameralinse, um mein Gegenüber ansprechen zu können, zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftig. Auch wenn wir es für sinnvoll halten, dass zur aktuellen Zeit das Distance Learning noch weiter eingesetzt wird, steigt die Vorfreude darauf, eines Tages wieder eine Einheit in Präsenz abhalten zu können.


Sarah El-Sherbiny

Autorin: Sarah El-Sherbiny, Mitarbeiterin und Studentin des Studiums Visual Computing 



Falls Sie bereit sind, Ihre Erfahrungen aus Lehrendensicht oder aus Studierendensicht mit uns und Kolleg_innen zu teilen, freuen wir uns sehr über zahlreiche Kommentare in unserem Blogbereich oder auch direkten Kontakt über: distancelearning@tuwien.ac.at  


— Stay safe — 

Ihr Distance Learning Team 

Ein kurzer Beitrag von Gottfried S. Csanyi zum Thema "Studieren in Coronazeiten:

Viele der Distance-Learning-Angebote der TU Wien wurden aus einer Notsituation heraus entwickelt. Manche Studierende sind aber dennoch davon begeistert.

Das ergab jedenfalls eine Feedbackrunde, die sich ausgehend von der Präsentation der Abschlussarbeiten in der VU "Erwachsenenbildung und Lebenslanges Lernen" spontan ergeben hatte. Das Team "Studieren mit Baby", bestehend aus zwei Müttern kleiner Kinder, behandelte die Auswirkungen dieser Rahmenbedingungen auf die Lernmöglichkeiten der Betroffenen und zeigte sich von den aktuellen Möglichkeiten mit Distance Learning und Hybrid-Modus so angetan, dass ich als LVA-Leiter allgemein nach den Erfahrungen der Teilnehmer_innen in den dreieinhalb Corona-Monaten nachgefragt habe. 

Die Reaktion war überraschend positiv, denn alle acht in diesem Webmeeting anwesenden Studierenden zogen eine positive Bilanz - ganz unabhängig davon, ob ein Kleinkind im Hintergrund steht. In einem Fall war sogar vom erfolgreichsten Semester der bisherigen Studien-Karriere die Rede. Die Gründe dafür liegen vor allem in der räumlich-zeitlichen Flexibilität, die durch Distance Learning ermöglicht wird.

Um diese Aussagen richtig einschätzen zu können, ist es allerdings wichtig, zu berücksichtigen, dass es sich bei den Teilnehmer_innen der betreffenden LVA um eine besondere Zielgruppe handelt. Aufgrund der Mundpropaganda aus den vergangenen Semestern hatte sich herumgesprochen, dass die Arbeit in dieser LVA einerseits sehr flexibel und andererseits sehr selbstgesteuert ist. Infolge der darauf basierenden Selbstselektion ist das Publikum sehr distance-learning-affin, was ja nicht auf alle TUW-Studierenden zutrifft.

An Kritikpunkten, die aber die klar positive Bilanz nicht beeinträchtigen können, wurde nur genannt, dass zu wenig (bzw. gar keine) physischen Lernräume in den Gebäuden der TUW zur Verfügung standen (auch bereits vor der Krise), und dass manche Lehrenden das Gewicht der Aufgaben, die nun anstelle der Anwesenheit in der LVA traten, nicht richtig dosieren konnten, sodass daraus für die Studierenden der zwei- bis dreifache Arbeitsaufwand gegenüber früher resultierte.

Aber insgesamt war der Tenor: "die TU hat das sehr gut gemacht".

Die wichtigsten Ausschnitte dieser Aufnahme aus dem entsprechenden Zoom-Meeting mit den feinen Details der Rückmeldungen können Sie hier nachhören (Dauer: 8 Minuten):


Besser Studieren (mit Baby) in Zeiten von Corona.mp3

Besser Studieren (mit Baby) in Zeiten von Corona.mp3


Autor: Gottfried S. Csanyi

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Ihr Distance Learning Team 

Das Vizerektorat für Studium & Lehre und das Distance Learning Team haben in den letzten Wochen intensiv an dem Konzept für die Abhaltung der Lehre im Wintersemester 2020 gearbeitet.

Aufgrund der extrem reduzierten Kapazitäten wird das Konzept der „Semesterhörsäle“ (Definition s. Leitfaden) angewendet, um vor allem Studienbeginner_innen einen möglichst guten Einstieg in ihr Studium an der TU Wien zu ermöglichen.

Dies macht es aber notwendig, überall, wo das möglich ist, die Lehre auf Distance Learning-Formate umzustellen oder weiterzuführen. Die Entscheidung, ob eine Präsenz zwingend notwendig ist, obliegt dem_der jeweiligen Studiendekan_in.

Es gilt auch, zu beachten, dass eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen während der Sommermonate, bzw. während des Semesters notwendig werden kann.


Es wurde ein Leitfaden zum digital teaching & learning an der TU Wien im Winstersemester 2020 entwickelt, welcher Ihnen als Unterstützung für die Umplanung der Lehre auf Distanz dienen soll. Dieser steht Ihnen auf colab sowie zum PDF-Download zur Verfügung.

Sie finden darin Anleitungen für die Durchführung von Online Lehre unter unterschiedlichen Aspekten und Formaten, speziell auf die TU Wien zugeschnitten. Es werden darin sowohl Empfehlungen als auch Standards für Distance- und Hybrid Learning formuliert.

In enger Zusammenarbeit vieler verschiedener Abteilungen konnten sehr rasch unterschiedliche Entwicklungen und Prozesse umgesetzt werden, welche uns während der Sicherheitsmaßnahmen aufgrund von Covid-19 noch eine Zeit lang begleiten werden. Beispielsweise gab es Anpassungen in TISS und TUWEL, Ausbau im Bereich LectureTube und LectureTube Live (Streaming) sowie im Planungsprozess der Lehre vor Ort.


Unter dem Motto „Lehrende helfen Lehrenden“ haben auch bereits einige Kolleg_innen ihre Konzepte, welche im Sommersemester 2020 erfolgreich umgesetzt wurden, als Anregung und Inspiration zur Verfügung gestellt.

Derzeit finden Sie vor allem Konzepte der Best Teaching Award Finalist_innen im Bereich Distance Learning in coLAB, die laufend aktualisiert und ergänzt werden soll.

Das Distance Learning Team veranstaltet am Montag, 31.08.2020, ab 16:00 Uhr einen Workshop zum Thema „Wie leite ich meine Studierenden am besten durch das digitale Semester?“, bei dem auch der Leitfaden vorgestellt wird, und im Anschluss gibt es Zeit für Fragen. Der Workshop wird unter folgendem Link via GoToMeeting stattfinden: https://global.gotomeeting.com/join/251589013

Es wird im Laufe des Augusts auch ein Leitfaden für Studierende als Orientierungshilfe für das Wintersemester 2020 veröffentlicht werden.


 Stay safe — 

Ihr Distance Learning Team 

Aufgrund der Covid-19 Maßnahmen kam es zu vielen Anpassungen, natürlich auch bei der Bibliothek der TU Wien.

Während dieser herausfordernden Zeit kann es leicht passieren, den Überblick zu verlieren. Daher haben wir die wichtigsten Informationen hier zusammengefasst:

  • Der Zugriff auf elektronische Medien war während der gesamten Corona-Zeit möglich. Wie das funktioniert, finden Sie am besten zusammengefasst auf der Website: https://www.tuwien.at/bibliothek/alle-news/news/erweitertes-angebot-bei-e-books-und-e-journals/
  • Ausleihe von Büchern: Von Anfang Mai bis Ende Juni haben wir Bücher an Studierende der TU Wien gratis per Post versendet. Diese Aktion wurde sehr gut angenommen und war mit über tausend Entlehnungen sehr erfolgreich. Seit dem 25. Juni haben beide Standorte der TU Wien Bibliothek wieder geöffnet– die Hauptbibliothek und die Chemie- und Maschinenbaubibliothek. Bücher können über den CatalogPlus bestellt und in der Bibliothek abgeholt werden.
  • Lernen in der Bibliothek: Eine reduzierte Anzahl an Einzelarbeitsplätzen steht seit dem 25. Juni zur Verfügung (Wichtige Stichworte: eingeschränkte Öffnungszeiten, Registrierung, keine Gruppenarbeit möglich, Detail siehe Link unten zum CoLab).
  • Besondere Regeln an unseren Standorten: Den aktuellen Stand haben wir im CoLab zusammengefasst: https://colab.tuwien.ac.at/display/CORONA/TU+Wien+Bibliothek
  • Bei weitergehendem Beratungsbedarf sind Studierende eingeladen, das Angebot der Bibliothek zu nutzen. Die erste Anlaufstelle ist unsere Website: https://www.tuwien.at/bibliothek/beratung-und-kurse/


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Ihr Distance Learning Team 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wie Sie sicherlich schon in unserem früheren Blogpost gelesen haben, erfolgt seit 20.04.2020 die Programmierung der Aufzeichnung von Lehrveranstaltungen mit LectureTube direkt durch die bearbeitungsberechtigten Personen der LVA in TISS.

Wenn Sie die Abhaltung Ihrer Lehrveranstaltung in einem Distance Learning Format planen für welches Sie LectureTube Ausstattung benötigen, empfehlen wir bereits Aufnahmen im Sommer zu planen und in TISS zu buchen.

Die mit LectureTube ausgestatteten Hörsäle sind mit Semesterbeginn bereits durch die Nutzung als Semesterhörsäle stark ausgelastet.

Da die Vorbereitungen auf das Wintersemester 2020 bereits in vollem Gange sind, möchten wir Sie hiermit nochmals auf die Bedingungen und die Anleitungen aufmerksam machen.

Anleitungen & How-To

Anleitungen zum Thema „Wie programmieren Sie LectureTube Aufzeichnungen und binden diese in Ihrem TUWEL Kurs ein" finden Sie im TUWEL Tutorials Kurs sowie unter den folgenden Links:  

Bedingungen für eine erfolgreiche Aufzeichnung: 

  • Es können nur jene Hörsäle/Räume ausgewählt werden, die bereits mit LectureTube ausgestattet sind (bei der Raumbuchung kann nach Räumen, die mit LectureTube ausgestattet sind, gefiltert werden).
  • Es muss eine bestehende und bestätigte Raumbuchung für den Termin vorliegen.
  • Die Programmierung der LectureTube Aufzeichnung in TISS muss für den Termin durch Personen mit entsprechenden Berechtigungen durchgeführt werden.
  • Erst nach Erhalt einer E-Mail, dass die Programmierung in LectureTube vorgenommen wurde, ist die Aufzeichnungsprogrammierung bestätigt.

Sobald die Programmierung für eine LectureTube Aufzeichnung in TISS vorgenommen wurde und diese in LectureTube automatisch programmiert wurde, wird die Serien-ID in TISS im Reiter „E-Learning" angezeigt. Zusätzlich erhalten Lehrende per E-Mail eine Zusammenfassung der Programmierung inklusive der Serien-ID und des für TUWEL Kurse benötigten Parameters. Erst nach Erhalt dieser Bestätigung ist die LVA Aufzeichnung bestätigt.


Live Streaming von Lehrveranstaltungen aus Hörsälen via LectureTube Live wird derzeit nicht empfohlen und ist seit 23.03.2020 auch ohne Support.


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Ihr Distance Learning Team 

Liebe Kolleg_innen,

die gerne angenommenen TSC Office Hours machen Sommerpause.

Ab 1. September sind wir frisch ausgeruht mit den beliebten Office Hours wie gewohnt jeden Dienstag und Donnerstag zwischen 16 und 17 Uhr in Zoom (Link) wieder für Sie da. 

Sonnenblume Blume Sommer - Kostenloses Foto auf Pixabay

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Ihr Distance Learning Team 

Das TUWEL Team des Teaching Support Centers aktualisiert TUWEL - die zentrale E-Learning Plattform der TU Wien - auf die Moodle Version 3.9.

Am 1. September 2020 wird TUWEL mit allen bereits bewährten Funktionen auf die Moodle Version 3.9 aktualisiert.

Wie gewohnt wird die TUWEL Dokumentation - Kurzanleitungen (Cheat Sheets) und Videotutorials - ebenfalls auf den neuesten Stand gebracht. Diese finden Sie rechtzeitig zum Update im Kurs „TUWEL Tutorials“: https://tuwel.tuwien.ac.at/course/view.php?idnumber=tuweltutorials (mit TU Account erreichbar).

Zeitnahe zum Update werden wir Sie auch über die wesentlichen Neuerungen der neuen Version informieren.

Zeitfenster für Update auf Moodle 3.9

Die Aktualisierung beginnt am Dienstag, den 1. September 2020 um 07:00 Uhr. Bitte berücksichtigen Sie, dass TUWEL am 1. September 2020 nicht oder nur eingeschränkt verfügbar sein wird! Bitte planen Sie Arbeiten an Ihren Kursen entsprechend vor oder nach dem Updatefenster ein.

NEW — Fixes, wöchentliches Updatefenster

Ab September 2020 ist für TUWEL ein fixes, wöchentliches Updatefenster geplant. 
Das Team des Teaching Support Centers wird bei Bedarf an Dienstagen zwischen 07:00 und 07:30 dieses Updatefenster für etwaige Security Updates und Hotfixes ohne weitere Ankündigungen nutzen. 
Bitte planen Sie Ihre Kurse und gegebenenfalls etwaige Deadlines entsprechend vor oder nach dem Updatefenster ein.

Haben Sie noch Fragen?

Schreiben Sie uns eine Nachricht an: support@tuwel.tuwien.ac.at


— Stay safe — 

Ihr Distance Learning Team 

Die Statistiken und auch die Rückmeldungen der Anweder_innen zeigen, dass Zoom über das gesamte Semester hinweg in der Lehre sehr aktiv genutzt wurde.

Zoom aktualisiert auch laufend seine Systeme und Programme. Wer sich selbst ein Bild von den durch Zoom vorgenommenen Änderungen machen möchte, kann einen Blick in die Release Notes werfen: https://support.zoom.us/hc/en-us/sections/201214205-Release-Notes. So ist z.B. seit dem 30. Mai die Version 5.0 des Zoom Clients verpflichtend, da auf eine AES 256-bit GCM Verschlüsselung umgestellt wurde.

Das Teaching Support Center achtet sehr darauf, die möglichen Einstellungen in Bezug auf Datenschutz und Sicherheit laufend den Erfordernissen anzupassen. Im folgenden geben wir Ihnen einen kleinen Überblick über die wichtigsten Änderungen zu Meetings und Recordings.

Meeting

Hier finden Sie die Einstellungen für Ihren User: https://zoom.us/profile/setting?tab=meeting

Host Video / Participant Video

Die Voreinstellung wurde von uns so getroffen, dass die Kamera zu Beginn eines Meetings jeweils deaktiviert ist, aber durch den Host kann diese Einstellung jederzeit geändert werden -- entweder generell in den Einstellungen oder jeweils pro Meeting.

Die Möglichkeit, dass Meetingteilnehmende vor dem Host das Meeting betreten, wurde von uns deaktiviert; das kann aber durch den Host jederzeit geändert werden -- entweder generell in den Einstellungen oder jeweils pro Meeting.

Anforderungen an das Meetingpasswort

Die Anforderungen an die Meetingpasswörter (zukünftig "Meetingpasscodes") wurden erhöht. Bereits geplante Meetings sind davon nicht betroffen, sondern nur neu zu planende Meetings oder Meetings, die geändert werden. Die neuen Anforderungen lauten wie folgt:

    • Minimale Länge: 8 Zeichen
    • Mindestens eine Ziffer
    • Mindestens ein Buchstabe

TeilnehmerInnen beim Beitritt stumm schalten

Die Voreinstellung wurde von uns so getroffen, dass Teilnehmer_innen beim Beitritt eines Meetings stummgeschaltet sind, aber durch den Host kann diese Einstellung jederzeit geändert werden -- entweder in den Einstellungen oder pro Meeting.

Warteraum

Die Voreinstellung wurde von uns so getroffen, dass der Warteraum aktiviert ist, aber durch den Host kann diese Einstellung jederzeit geändert werden -- entweder in den Einstellungen oder pro Meeting.

Recording

Hier finden Sie die Einstellungen für Ihren User: https://zoom.us/profile/setting?tab=recording

Aufnahmeeinverständnis

Beim Start einer Aufnahme werden Teilnehmende aufgefordert, ihre Zustimmung abzugeben. Diese Einstellung kann nicht deaktiviert werden.

Audiobenachrichtigungen bei der Aufzeichnung des Meetings / beim Beenden der Aufzeichnung

Beim Start einer Aufzeichnung wird eine Benachrichtigungsmeldung für Meetingteilnehmende wiedergegeben. Diese Meldungen werden bei jedem Start oder Neustart der Aufzeichnung abgespielt und informieren die Teilnehmenden, dass das Meeting aufgezeichnet wird. Diese Einstellung kann nicht deaktiviert werden. Man hört diese Ansage auch, wenn man sich per Telefon in ein Meeting einwählt.

Einstellungen selbständig vornehmen

Einige dieser und viele weitere Einstellungen lassen sich auch jederzeit auch auf Userebene individuell anpassen. Dazu loggt man sich mit der TU E-Mail Adresse in den eigenen Zoom Account ein (https://tuwien.zoom.us) und ruft die Einstellungen unter der Adresse https://zoom.us/profile/setting auf.


— Stay safe — 

Ihr Distance Learning Team 


Autor: Daniel Ziegenberg

Seit 02. Juni 2020 sind nun teilweise wieder Präsenzprüfungen an der TU Wien -- unter Beachtung entsprechender Sicherheitsmassnahmen und Vorkehrungen -- möglich. Einen Leitfaden zum Thema "Präsenzprüfungen an der TU Wien" finden sie im TU coLAB unter: https://colab.tuwien.ac.at/x/DAXo

Wir haben einige Studierende, die bereits an Prüfungen im Juni teilgenommen haben, gebeten, ihre persönlichen Erfahrungen mit uns zu teilen; dies sehen wir als Feedback, um weitere Vorgehensweisen zu verbessern und möglicherweise zu adaptieren.

Anbei finden Sie einen weiteren Erfahrungsbericht von Herrn Philipp Sares, Student & Tutor im Studium Wirtschaftsingenieurwesen - Maschinenbau.




Zehn Wochen ist der Beginn der Sperre von Universitäten mittlerweile her, und langsam nähern wir uns der Normalität an. Die Möglichkeit, Prüfungen wieder vor Ort schreiben zu können, ist ein Schritt in diese Richtung. Lange hatte Unklarheit geherrscht, ob und wie Lehrveranstaltungen dieses Semester abgeschlossen werden können. Als ich erfuhr, dass wieder Prüfungen abgehalten werden, erlebte ich eine regelrechte Vorfreude.

Nach intensiver Vorbereitung erhielt ich zwei Tage vor der Prüfung zwei Passierscheine, die mir den Zutritt zum Gebäude ermöglichen sollten. Einen Tag vor der Prüfung wurde der Hörsaal endgültig festgelegt. Am Tag der Prüfung kam ich 25 Minuten vor Prüfungsbeginn zum Audi Max am Getreidemarkt. Entgegen meinen Erwartungen gab es keine Schlange vor dem Hörsaal und dementsprechend auch keine Wartezeit. Nachdem ich den Passierschein auf meinem Mobiltelefon sowie meinen Studentenausweis vorgezeigt hatte, wurde mir Zutritt zum Gebäude gewährt. Am oberen Ende der Stiege wartete bereits ein Mitarbeiter des Instituts, welcher anhand einer Liste kontrollierte, ob ich zur Prüfung angemeldet war. Nach erfolgter Bestätigung wurde mir eine nummerierte Formelsammlung ausgehändigt, mit welcher auch die Zuordnung zu einem Sitzplatz gemacht wurde. Der Weg zur Toilette wurde mit Schildern gekennzeichnet, und bis auf die Türe zu den Herrentoiletten waren sämtliche Türen geöffnet, sodass der Kontakt mit Türschnallen fast nicht notwendig war.

Zu Beginn wurden die Informationen zur Prüfung von einem Institutsmitarbeiter vorgetragen und die Prüfungsbögen ausgeteilt. Sobald jeder einen erhalten hatte, begann die Prüfungszeit. Fragen sollten nur laut gestellt werden, um den nötigen Sicherheitsabstand zu jedem Zeitpunkt einzuhalten. Dies ist nicht nur in Anbetracht des Corona-Virus positiv, sondern auch insofern, als dass alle Studierenden den gleichen Wissensstatus haben und Fragen, welche für alle relevant sind, einmal beantwortet werden. Dadurch herrscht während der Prüfung fast durchgängig Ruhe.

Als die Prüfungszeit abgelaufen war, kam die Anweisung, sämtliche Utensilien wegzulegen und die Prüfungsbogen zusammenzulegen. Es war dann etwas unklar, was man damit machen sollte. Dies hätte man zu Beginn der Prüfung -- oder am besten vorab -- erklären können, sowie dass es einen bevorzugten Weg zum Verlassen des Gebäudes gibt. Schließlich wurden die Prüfungsbögen von den Institutsmitarbeitern eingesammelt. Sobald dieser Vorgang abgeschlossen war, begannen die Studierenden, den Hörsaal zu verlassen.

Zwei Wochen später kehrte ich abermals an die Universität zurück, um eine weiter Präsenzprüfung zu bestreiten. Die bereits gewonnenen Impressionen waren mir im Gedächtnis geblieben, wodurch die Kontrolle des Passierscheins und das Betreten des AudiMax schnell geschehen waren. Diesmal gab es freie Platzwahl, die Plätze waren dennoch nummeriert. Nach der Platzwahl konnte ich im Hörsaal verteilt einige bekannte Gesichter erkennen, worauf eine distanzierte, aber freundliche Begrüßung folgte. Im Gegensatz zu meiner ersten Prüfung nach der Corona-Sperre wurde erklärt, dass hinter der Nummerierung nicht nur eine einheitliche Raumzuteilung unter Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften steckt. Sollte einer der Studierenden positiv auf COVID getestet werden, könnte man damit feststellen, welche weiteren Personen am ehesten infiziert werden konnten und dadurch die Verbreitung des Virus eingedämmt werden. Wiederum wurde nach der Verlautbarung der notwendigen Informationen der Prüfungsbogen und die Sicherheitsunterweisung ausgeteilt.

Diese Prüfung wurde im Multiple-Choice Format abgehalten, wodurch insgesamt deutlicher weniger Schreibarbeit als bei der vorigen Prüfung zu verrichten war. Da ich den Prüfungsbogen diesmal vor Ablauf der Zeit abgab, konnte ich das Gebäude allein verlassen. Beim Durchqueren des Hofs warf ich weinenden Auges einen Blick Richtung Fachschaft, in der sonst der Verlauf der Prüfung bei einem oder mehreren Getränken besprochen worden wäre.

Meine bisherigen Erfahrungen mit der Prüfungskultur an der TU Wien nach Aufhebung der Corona-Sperre sind durchwegs positiv. Der Ablauf der Leistungsüberprüfungen ist stets gut organisiert und der Umgang zwischen Lehrenden und Studierenden äußerst rücksichts- und respektvoll. Selbstverständlich vermisse ich die gemeinsamen Lerneinheiten mit meinen Kollegen sowie den interstudentische Austausch in den Pausen oder in der Fachschaft bei einem Feierabendbier, doch habe ich Hoffnung, dass dies in Zukunft wieder möglich sein wird.

Philipp Sares

Autor: Philipp Sares – Student & Tutor des Studiums Wirtschaftsingenieurwesen - Maschinenbau



Falls Sie aus Lehrendensicht oder auch aus Studierendensicht Ihre Erfahrungen mit uns teilen möchten, freuen wir uns sehr über zahlreiche Kommentare in unserem Blogbereich oder auch direkten Kontakt über: distancelearning@tuwien.ac.at  


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Ihr Distance Learning Team 


"Prüfungskultur im Wandel? Kompetenzorientiertes Lehren und Prüfen an der TU Wien 2025"

Unter diesem Titel fand am 17. Juni 2020 das erste WebCafe im Rahmen der Corona-motivierten Veranstaltungen des sehr außergewöhnlich verlaufenen Sommersemesters 2020 statt. WebCafe deshalb, um die lockerere Atmosphäre zu signalisieren und, im Unterschied zu den zahlreichen Webinaren der letzten Wochen, die alle auf die Bewältigung der aktuellen Krisensituation abzielten, die Zukunftsorientierung der hier behandelten Fragen hervorzuheben. Es ging also nicht um die Frage: "Was sollen wir jetzt machen?", sondern um die Vision: "Was wollen wir – angesichts der aktuellen Erfahrungen – in fünf Jahren machen?". Oder anders gefragt: "Wäre es sinnvoll, aus den jetzt gemachten Erfahrungen Konsequenzen zu ziehen?"

Ausgangspunkt der Überlegungen zu diesem WebCafe waren die Fakten: An der TU Wien wird sehr viel geprüft und benotet, Wissen steht dabei - in Relation zu Kompetenzen - als Gegenstand des Assessments im Vordergrund, und Sicherheitsmaßnahmen, um unlauteres Verhalten der Studierenden zu verhindern, spielen eine große Rolle. Unter Corona-Bedingungen mit der Notwendigkeit von online-Prüfungen mehr den je.

Die zentrale Frage, die sich bei kritischer Reflexion dieser Fakten aufdrängt, lautet: "Kann sich eine (Technische) UNIVERSITÄT damit abfinden, mit ihrem Prüfungswesen zu signalisieren, dass es ihr bei der (Aus-)Bildung ihrer Absolvent_innen nach wie vor in erster Linie um Fachwissen – und nicht um professionelle Kompetenzen – geht und dass die Versuchung, bei Prüfungen zu schummeln, mit Sicherheitsmaßnahmen bekämpft wird, anstatt mit didaktischen Maßnahmen Verantwortungsbewusstsein und wissenschaftliche Redlichkeit zu fördern?"

Zwei Präsentationen – einerseits zum Konzept und anderseits zu internationalen Good-Practice-Beispielen des kompetenz-orientierten Lehrens und Prüfens – lieferten den Stoff, an dem sich, wie geplant, anschließend eine intensive Diskussionen über das Für-und-Wider der Kompetenzorientierung, über Vertrauen anstatt Kontrolle und über die Sinnhaftigkeit von forcierten Sicherheitsmaßnahmen bei (online-)Prüfungen entzündete. Neben den Referent_innen, Dr. G. Csanyi und Mag. I. Herbst vom Teaching Support Center nahm auch Vizerektor Matyas an dieser Diskussion teil.

Interessant ist dabei vielleicht das Ergebnis einer in die Präsentationen integrierten Abstimmung über die persönliche Präferenz für verstärkte Investitionen in Sicherheit versus Verantwortungsbewusstsein. Diese ergab eine deutliche relative Mehrheit für das Verantwortungsbewusstsein. Allerdings müssen wir in Betracht ziehen, dass die Teilnehmer_innen dieser Veranstaltung nicht unbedingt repräsentativ für die TU Wien sein müssen, wie ein Teilnehmer im Chat anmerkte.

Die Einleitung durch Vizerektor Matyas und die beiden Präsentationen sind verfügbar als Video unter

Wenn Sie sich in die begonnene Diskussion einklinken wollen, können Sie das im dafür angelegten Raum für Fragen und Diskussionen tun.

Weitere Nachlesen zu allen anderen Webinaren finden Sie unter: https://colab.tuwien.ac.at/x/Tzfo.


— Stay safe — 

Ihr Distance Learning Team 


Autor: Gottfried S. Csanyi

Zoom ist mit zahlreichen Sicherheitsfunktionen ausgestattet, um Online-Meetings zu kontrollieren, Unterbrechungen zu verhindern und Vortragende dabei zu unterstützen, effektiv aus der Ferne zu unterrichten. Zwei dieser Funktionen werden ab Mitte Juli noch weiter in den Vordergrund rücken: der Warteraum bzw. der Meetingpasscode

Warteraum oder Meetingpasscode werden verpflichtend

(warning) Ab dem 19. Juli ist es in Zoom zwingend erforderlich, dass für alle Meetings ein Passcode oder der Warteraum aktiviert ist.

Zoom hat hier die Sicherheitsmaßnahmen so konzipiert, dass neben der Kontrolle über die Sicherheitsoptionen der Besprechungen und eine möglichst reibungslosen Teilnahme an Meetings möglich ist.

  • Für Besprechungen, bei denen bis zum 19. Juli weder ein Passcode noch ein Warteraum aktiviert ist, wird Zoom einen Warteraum automatisch einrichten.
  • Zoom benennt die "Passwörter" zur Teilnahme an Meetings in "Passcodes" um, weil das der Rolle eines Zugangscodes zur Teilnahme an einem Meeting besser entspricht.


— Stay safe — 

Ihr Distance Learning Team 


Autor: Daniel Ziegenberg

Zoom als WebMeeting Lösung an der TU Wien

Um Zoom, eines der Webmeeting Tools, welches die TU Wien ihren Lehrenden und Mitarbeiter_innen und Studierenden anbietet, so sicher und effizient wie möglich zu machen, wurden einige TU Wien spezifische Einstellungen vorgenommen.

Die interessantesten instanzweiten Einstellungen für Zoom an der TU Wien stellen wir Ihnen hier in einer kurzen Zusammenfassung vor: 

  • Sobald eine Aufzeichnung gestartet wird, werden alle Teilnehmer_innen darüber per Ansage benachrichtigt.
  • Warteräume sind von vornherein aktiviert. Diese Einstellung kann aber vom Host geändert werden.
  • Die Anforderungen an die Meetingpasswörter (zukünftig "Meetingpasscodes") wurden erhöht.
  • TeilnehmerInnen werden beim Beitritt eines Meetings stummgeschaltet. Diese Einstellung kann aber vom Host geändert werden.

Kommende Woche werden wir in einem weiteren Blogbeitrag "Zoom 101 - Warteräume und Meetingpasscodes" detaillierter auf bevorstehende Änderungen eingehen.

TU Wien CheatSheet für Zoom

Um Ihnen einen schnellen Überblick über das Dashboard Ihres Zoom Clients zu geben, haben wir ein kurzes CheatSheet mit den wichtigsten Funktionalitäten sowohl auf deutsch als auch auf englisch zusammengestellt:

4 offizielle How-To Videos von Zoom

Zoom hat einige Videos zur Benutzung der Software zusammengestellt, auf die wir Sie hier aufmerksam machen wollen:


Weitere Informationen zu Zoom finden Sie auf der TU coLAB Seite unter Tools: https://colab.tuwien.ac.at/x/igSQ


— Stay safe — 

Ihr Distance Learning Team 

Mit großem Erfolg fand im Mai 2020 ein focus:lehre-Kurzlehrgang zum Thema „Online-Lehre“ statt. Die fünf Module deckten verschiedene Facetten der Distanzlehre ab.

Allen Interessierten wird ab sofort auf TUWEL der Zugang zu den Unterlagen und Aufzeichnungen der einzelnen Module geboten:

Modul 1 „Erste Schritte für die Umstellung auf Online-Lehre“

https://tuwel.tuwien.ac.at/course/view.php?id=29932

Modul 2 „Didaktische Grundlagen der Online-Lehre“

https://tuwel.tuwien.ac.at/course/view.php?id=29941

Modul 3 „Gute Lernvideos erstellen“

https://tuwel.tuwien.ac.at/course/view.php?id=29944

Modul 4 „Motivation bei Studierenden online fördern“

https://tuwel.tuwien.ac.at/course/view.php?id=29947

Modul 5 „Selbstlernphasen lernförderlich gestalten“

https://tuwel.tuwien.ac.at/course/view.php?id=29950


Anfang Juni fand ein sehr gut besuchtes Webinar zur Gestaltung kompetenzorientierter Online-Prüfungsaufgaben statt. Dabei wurden die Möglichkeiten von Online Open Book Exams, Strategien zur Prävention von Schwindeln bei klassischen MC-Fragen sowie Take Home Exams vorgestellt.

Die Videos und Unterlagen hierzu sind ebenfalls für Sie über untenstehenden Link abrufbar.

Webinar „Prüfungsaufgaben für Online- und Offline-Prüfungen erstellen“

https://tuwel.tuwien.ac.at/course/view.php?id=30064


Im Rahmen des Distance Learning Teams bieten sowohl das Teaching Support Center (TSC -- Webinare über Zoom -- ID: 689-079-407, Link für App/Client, Link für Webbrowser) als auch das Zentrum für strategische Lehrentwicklung (ZSL) Webinare sowie einen focus:lehre-Kurzlehrgang zum Thema „Online-Lehre“ an.

Hier finden Sie den Link zur "Nachlese" (Unterlagen, Aufzeichnungen): https://colab.tuwien.ac.at/x/Tzfo


— Stay safe — 

Ihr Distance Learning Team 


Autorin: Martina Schönerklee

Viele Lehrveranstaltungen werden aktuell mit Aufzeichnungssoftware wie LectureTube aufgezeichnet oder mittels Videoconferencing übertragen. Manche Lehrende arbeiten auch mit Vertonung der Folienpräsentation mit Camtasia oder ähnlichen Produkten.

Wir, als Lehrende, wollen uns auch in diesen Settings professionell verhalten – wir sind aber genau darauf nicht vorbereitet.

Im Internet gibt es eine Fülle an Informationen, die darauf eingehen, wie Lern-/Präsentationsvideos erstellt werden können – aber eigentlich wollten Sie ja nur Ihre Lehrveranstaltung online bereit stellen.

Unser Beitrag "Tipps für die Gestaltung von Präsentationsvideos" ist sehr praxisnah. Wir geben Hinweise, die auf den ersten Blick banal klingen, aber bei ihrer Berücksichtigung große Effekte nach sich ziehen.

Für alle Lehrenden, die Videos erstellen wollen oder müssen, die ihren Zweck erfüllen, aber keine Fernseh-Qualität anstreben, finden sich in diesem Beitrag viele Anregungen, die zu einer höheren Qualität der Präsentationsvideos beitragen.

— Stay safe — 

Ihr Teaching Support Team 


Autorin: Ilona Herbst

Seit 02. Juni 2020 sind nun teilweise wieder Präsenzprüfungen an der TU Wien unter Beachtung entsprechender Sicherheitsmassnahmen und Vorkehrungen möglich. Einen Leitfaden zum Thema "Präsenzprüfungen an der TU Wien" finden sie im coLAB unter: https://colab.tuwien.ac.at/x/DAXo

Wir haben einige Studierende, die bereits an Prüfungen im Juni teilgenommen haben, gebeten, mit uns ihre persönlichen Erfahrungen zu teilen. Dies sehen wir als einen wichtigen Input, um weitere Vorgehensweisen zu verbessern und möglicherweise zu adaptieren.

Anbei finden Sie einen der ersten Erfahrungsberichte von Herrn Niklas Pöcklhofer, Student & Tutor im Studium Wirtschaftsingenieurwesen - Maschinenbau.



03.06.20 – Endlich wieder Prüfungen!

Nun war es wieder so weit. Endlich nach Corona wieder auf die Uni und Prüfungen schreiben. An diesem Tag sogar doppelt, als Prüfer und Prüfling. Ich sollte also die Chance erhalten, aus beiden Perspektiven die neuen Maßnahmen für Präsenzprüfungen mitzuerleben. Leider konnte ich während der letzten Monate kaum Prüfungen ablegen, da die meisten Fächer meines Semesters noch nicht oder gar nicht auf online umgestellt wurden. Wie waren also meine Eindrücke am ersten Tag Post-Corona?

Prüfung 1 - 08:00 als Tutor bei Kosten- und Leistungsrechnung VO

Mein Tag begann heute relativ früh. Um 06:15 läutete mein Wecker. Aufstehen, Duschen, Anziehen, noch schnell die restlichen Sachen zusammenpacken, und dann los auf die Uni. Die erste Prüfung nach den Zugangsbeschränkungen wegen Corona stand an. Es ging zu einer Prüfung aus dem 3. Semester des Wirtschaftsingenieurwesen - Maschinenbau Curriculums. Kosten- und Leistungsrechnung VO, bei welcher ich bereits das zweite Semester als Tutor tätig war.

Beim Audimax am Getreidemarkt angekommen fand ich schon zahlreiche Studierende warten, dass es endlich losgehen kann. Es lag eine gewisse Aufbruchsstimmung in der Luft. Um 7:25 machte sich das Sicherheitspersonal bereit und begab sich langsam zu den beiden Vordereingängen des Hörsaals. Um Punkt 7:30, also exakt 30 Minuten vor Beginn der Prüfung, wurden die Türen geöffnet, und die Studierenden durften bei erfolgreicher Passierscheinkontrolle eine_r nach dem/der anderen in den Hörsaal strömen. Auch meine zwei Kollegen und ich wurden zwischen den anderen Prüflingen in den Saal eingelassen. Die Sitzplätze waren alle sehr deutlich mit Nummern gekennzeichnet, um den nötigen Mindestabstand einzuhalten, und so ging es viel schneller als normal, den Studierenden den richtigen Platz zuzuweisen. Früher musste man die Studierenden unzählige Male darauf hinweisen, wie die Sitzordnung bei dieser Prüfung ist. (jede zweite Reihe frei, zwei Plätze zwischen den Studierenden; jede Reihe besetzen, ein Platz zwischen den Studierenen; etc.)

Pünktlich um 08:00 hatten sich alle Prüflinge eingefunden, und wir konnten mit dem Austeilen beginnen. Sobald alle Prüfungen ausgegeben waren, konnte auch die Identitätskontrolle starten. Dabei wurde natürlich wie beim Austeilen der Prüfungen zuvor auf die Hygienevorschriften geachtet und stets eine MNS-Maske getragen sowie ein möglichst großer Abstand zu den Studuerenden eingehalten.

Dies verlief relativ unverändert zu den früheren Prüfungen, da lediglich auf mehr Abstand geachtet werden musste, die Maske war ja sowieso immer mit dabei. Während der Prüfung gab es auch kaum Besonderheiten, die üblichen zwei bis drei Schummelversuche, welche nach kurzer Ermahnung wieder eingestellt wurden, und ein paar Verständnisfragen.

Für die Prüfungen waren zwei Stunden angesetzt -- für Studierende, die gut vorbereitet waren, mehr als genug. So kam es, dass einige Prüflinge bereits viel früher abgaben. Diese ließen wie vereinbart die Prüfung einfach am Tisch liegen und machten sich sodann von dannen. Da ich der einzige Tutor war und 2 Personen bei 94 Studierenden (so viele dürfen aktuell maximal in den Audimax hinein) doch ausreichend beschäftigt sind, kam es dazu, dass Prüfungen öfters längere Zeit alleine herumlagen und darauf warteten, eingesammelt zu werden.

Dies war für mich schon ein komisches Gefühl. Obwohl es nicht meine Prüfung war, die dort so herrenlos herumlag, warf es doch ein gewisses Unwohlsein hervor. Was, wenn jemand die Prüfung, für die man so lange gelernt hat, einfach verschwinden lässt, weil sich jemand einen Scherz erlaubt? Oder was, wenn meine Prüfung beim Vorbeigehen von jemandem hinuntergestoßen wird und die Prüfer diese beim Einsammeln übersehen? Wie sollte ich mich daraufhin rechtfertigen, ich könnte ja nicht einmal behaupten, ich hätte die Prüfung dem Tutor in Hand gedrückt und mich verabschiedet. Wie gesagt, schon ein komisches Gefühl.

Die Prüfung lief sehr entspannt ab, es gab keine Zwischenfälle, und auch die neuen Maßnahmen wurden allesamt einwandfrei eingehalten. Die Studierenden befolgten die vor der Prüfung verkündeten neuen Sicherheitsmaßnahmen, und so gab es keine Gruppenbildungen am Ende der Prüfung, beim Erheben vom Platz wurden zuvor die Masken angelegt, und auch Begrüßungen mit Handschlägen konnte ich keine erblicken.

Zusammenfassend würde ich sagen, trotz der zusätzliche Maßnahmen lief die Prüfung fast wie gewohnt ab, die Studierenden konnten sich an die neue Situation sehr gut anpassen, und auch uns Prüfern gelang es, die Prüfung gut organisiert durchzuführen. Lediglich das Tragen der Maske über mehr als 2 Stunden hinweg war gegen Ende hin schon eine Belastung -- vor allem, wenn man die Stiegen zur Beantwortung von Fragen auf und ab hetzen musste. Auch für die Abgabe der Prüfungen könnte man sich meiner Meinung nach etwas anderes überlegen, um gar nicht in die oben beschriebenen Dilemmata zu geraten.

Nach der Prüfung ist vor der Prüfung.

Für mich ging es nach einer Verabschiedung von meinen Kollegen über den markierten Weg raus aus dem BA-Gebäude direkt weiter zu einem Studienkollegen und guten Freund, mit dem gemeinsam um 15:00 die erste eigene Präsenzprüfung nach Wiedereröffnung anstand. Bis dahin wurde noch gekocht und die wichtigsten Inhalte der Prüfung wiederholt. Nach so langer Zeit zu Hause in Oberösterreich war es schön, wieder einmal meine Kollegen persönlich zu sehen, wenn auch mit dem nötigen Sicherheitsabstand.

Prüfung 2 – 15:00 als Kandidat bei Mess- und Schwingungstechnik VO

Etwas „verspätet“ trafen wir um ca. 14:35 am Eingang des Audimax ein. Dabei wurden unser Passierschein sowie der Studierendenausweis kontrolliert, bevor wir eingelassen wurden. Direkt hinter dem Eingang fand bereits die eigentliche Identitätskontrolle für die Prüfung statt. Dabei wurde uns auch gleich ein Sitzplatz zugewiesen und die dazugehörige Formelsammlung übergeben. Es waren bereits einige Studierenden da. Nachdem ich meinen Platz bezogen und meine Schreibutensilien bereitgelegt hatte, ging das Warten los. Um die Zeit und vor allem auch die Anspannung (die Prüfung zählt zu den schwierigeren des Curriculums) zu überbrücken, suchte ich nochmals die Toilette auf. Bei der Rückkehr machte ich zusätzlich beim extra aufgestellten Desinfektionsmittelspender direkt im Hörsaal Stopp.

Nach langem Zuwarten ging es dann endlich los, eine Einführung zu den Prüfungshinweisen und zusätzlich, wie bereits am Vormittag, eine kurze Belehrung über die Sicherheitsbestimmungen. Dann wurden die Prüfungen ausgeteilt, und es konnte losgehen. Zuerst die Theorie, dann die Rechenbespiele. Erstere gelang mir ganz gut. Toll, ein erfolgreicher Start in eine Prüfung ist immer wichtig. Da nach einiger Zeit noch immer niemand zur Identitätskontrolle vorbeigekommen war, erinnerte ich mich daran, dass diese ja bereits zu Beginn stattfand. Auffällig war auch, dass alle Fragen gleich vorab laut gestellt werden sollten, um zusätzlichen Kontakt zwischen Studierenden und Prüfenden zu vermeiden. Wie im Flug verging die Zeit, und so kam es auch, dass ich leider nicht fertig wurde. Naja, trotzdem hatte ich ein ganz gutes Gefühl, es sollte sich ausgehen. Nach Aufforderung durch die Prüfer wurden die Schreibutensilien nach exakt zwei Stunden beiseite gelegt und die Prüfungen eingesammelt. Erst danach begannen die Studierenden sich von ihren Plätzen zu erheben und sich mit Kommilitonen über die gar nicht so leichte Prüfung zu unterhalten und Ergebnisse zu vergleichen. Ein vorzeitiges Abgeben und Aufstehen, wie es am Vormittag mehrmals der Fall war, gab es bei dieser Prüfung nicht. Über ein gut beschildertes Leitsystem wurden wir sodann aus dem Gebäude gelotst, und der Reinigungsdienst machte sich währenddessen bereits wieder eifrig an die Säuberung der Arbeitsflächen. Nach so einem langen „Arbeitstag“ gönnten wir uns noch ein wohlverdientes Feierabend-Bier und ließen den Tag im Museumsquartier ausklingen. Schon eine tolle Lage, die unsere Universität da bietet!

Mein Resümee fällt durchwegs positiv aus. Trotz der zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen konnten beide Prüfungen reibungslos durchgeführt werden. Zeitlich gab es absolut keine Probleme, die Studierenden sowie die Prüfenden waren allesamt sehr pünktlich. Zwei Punkte, die man meiner Meinung nach verbessern könnte, wären die herrenlosen Prüfungen, die ein, zumindest bei mir, unangenehmes Gefühl hervorriefen und die lange Dauer (die gesamte Prüfungszeit), während der die MNS-Masken getragen wurden. Vor allem, wenn man viel in Bewegung ist und individuelle Fragen beantwortet oder einfach nur Prüfungen einsammelt, kann es schon sehr anstrengend werden, nur durch die Maske zu atmen. Abschließend denke ich allerdings, dass das Format im großen und ganzen sehr gut funktioniert hat und man darauf jedenfalls aufbauen kann.

Autor: Niklas Pöcklhofer, Student & Tutor im Studium Wirtschaftsingenieurwesen - Maschinenbau



Falls Sie aus Lehrendensicht oder auch aus Studierendensicht Ihre Erfahrungen mit uns teilen möchten, freuen wir uns sehr über zahlreiche Kommentare in unserem Blogbereich oder auch direkten Kontakt über: distancelearning@tuwien.ac.at  


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Ihr Distance Learning Team